Bombenwerkstatt entdeckt
Polizei auf Spur der Attentäter von Madrid

Die spanische Polizei macht bei den Ermittlungen nach den Tätern der Bombenanschläge von Madrid weitere Fortschritte. Gut zwei Wochen nach den Attentaten wurde die mutmaßliche Bombenwerkstatt der Terroristen entdeckt.

HB MADRID. In einem abgelegenen Landhaus 40 Kilometer südöstlich der Hauptstadt stießen die Fahnder auf Spuren des bei den Attentaten benutzten Plastiksprengstoffs „Goma 2“. Dort wurden auch Reste von Zündern gefunden, die von den mutmaßlichen Tätern zur Vernichtung von Beweisen verbrannt wurden.

Wie die Zeitung „El País“ am Sonntag berichtete, entdeckte die Polizei das Haus mit Hilfe von Telekommunikations-Experten. Diese lokalisierten die Gegend, von der aus die mutmaßlichen Terroristen die Chip-Karten in den „Bomben-Handys“ aktiviert hatten. Die Bomben, die am 11. März in vier Madrider Pendlerzügen explodierten, wurden durch Mobiltelefone gezündet. Die Bombenwerkstatt liegt zwischen den Orten Morata de Tajuña (knapp 6000 Einwohner) und Chinchón, das als das „schönste Dorf“ im Großraum von Madrid gilt und ein beliebtes Ausflugsziel ist.

Dort soll sich auch der flüchtige Anführer des Terrorkommandos aufgehalten haben. Der Mann, dessen Identität den Fahndern bekannt ist, wird mit internationalem Haftbefehl gesucht. Er habe sich möglicherweise ins Ausland abgesetzt, hieß es. Anhand der in dem Unterschlupf entdeckten Unterlagen erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise auf seinen Aufenthaltsort.

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