Boris Johnson
„Krisen in Ukraine und Syrien wären mit Trump nicht passiert“

Der britische Außenminister Boris Johnson spricht sich bei der Münchener Sicherheitskonferenz für Donald Trump aus. Mit ihm hätte es keine Krisen in der Ukraine und Syrien gegeben. Schuld sei mangelnde Entschlossenheit.
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MünchenDie fehlende Entschlossenheit in den USA und Europa haben nach Ansicht des britischen Außenministers Boris Johnson die Krisen in Syrien und in der Ukraine erst entstehen lassen. „Bedauerlicherweise geschieht dies vor allem, weil wir als Regierungen versagt haben“, sagte er am Freitag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. „Wir haben das nicht zu Beginn gekittet, etwa bei der Syrien-Krise, da haben wir uns zurückgehalten. Das wäre unter der neuen Regierung Trump nicht passiert“, erklärte Johnson, der ein gutes Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump pflegt.

Johnson pochte darauf, der Westen dürfe nicht darüber hinwegsehen, wenn rote Linien überschritten würden. Wenn die Regierung in Syrien über der eigenen Bevölkerung Fassbomben abwerfe, dann müsse sie dafür bezahlen. Auch könnten es Europa und die USA nicht akzeptieren, wenn ein Land in ein anderes einmarschiere und einen Teil annektiere, sagte Johnson mit Blick Russlands Vorgehen in der Ukraine. Da sei eine knallharte Reaktion des Westens nötig.

Der Verfechter des EU-Austritts Großbritanniens verwies darauf, dass in den Statuten der Nato stehe, dass das Bündnis auch den Freihandel sichern solle. „Wer braucht da noch die EU, wir haben doch die Nato.“ Zwar werde es einen Brexit geben. Aber: „Wir verlassen vielleicht die EU, aber nicht Europa.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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