Bots Äußerungen sorgen für Empörung
Russland attackiert EU-Ratspräsidentschaft

Russland hat verärgert auf Äußerungen der EU-Ratspräsidentschaft zur Beendigung des Geiseldramas in Nordossetien reagiert. Das Außenministerium in Moskau bestellte den niederländischen Botschafter ein.

HB BERLIN. Die russische Regierung hat Zweifel der EU-Ratspräsidentschaft am Vorgehen der Sicherheitskräfte bei der Geiselnahme in Nordossetien scharf zurückgewiesen. Außenminister Sergej Lawrow betonte laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax, die Eskalation sei von den Terroristen provoziert worden.

Der niederländische Außenminister und EU-Ratspräsidenten Ben Bot hatte dagegen indirekt das Vorgehen der Sicherheitskräfte infrage gestellt und von einem Dilemma gesprochen, dem sich die russische Regierung ausgesetzt gesehen habe. Allerdings sei es zu früh, um zu beurteilen, ob die Stürmung der Schule hätte verhindert werden können, fügte Bot hinzu.

Lawrow wies die Aussagen Bots als «Schmähung» zurück, da die ganze Welt gewusst habe, «dass die Rettung der Kinder oberste Priorität hatte und dass es keine Erstürmung geben würde».

Der stellvertretende Außenminister Boris Tschischow bestellte den niederländischen Botschafter Tiddo Hofstee ein, um eine Erklärung für Bots Äußerungen zu fordern. In einer weiteren Erklärung des Außenministeriums hieß es, Terrorismus sei absolut unvereinbar mit den Prinzipien von Moral und Menschlichkeit. Nur wenn alle Staaten gemeinsam den Terror bekämpften, könne er besiegt werden.

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