Botschaft
Saudi-Arabien zeigt Präsenz im Irak

Saudi-Arabien schickt ein Team in die irakische Hauptstadt Bagdad, um die Möglichkeiten einer eigenen ständigen Vertretung zu überprüfen. Ünterstützung erhält die Regierung bereits – allerdings von den Amerikanern.

HB DSCHEDDA. Saudi-Arabien erwägt erstmals seit dem Sturz von Saddam Hussein die Eröffnung einer Botschaft in der irakischen Haupstadt Bagdad. Demnächst reise ein Team in den Irak, um zu prüfen, wie die Vertretung eingerichtet werden könne, sagte Außenminister Prinz Saud al-Faisal am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem US-Verteidigungsminister Robert Gates und Außenministerin Condoleezza Rice. Details ließ er jedoch offen.

Rice begrüßte die Ankündigung Saudi-Arabiens. „Wir glauben, dass dies ein wichtiger Schritt ist“, sagte sie. Die USA hatten sich seit längerem dafür eingesetzt, dass sunnitische Staaten wie Saudi-Arabien Botschaften im Irak eröffnen - als Zeichen der Unterstützung der schiitisch dominierten Regierung unter Nuri al-Maliki. Die sunnitischen Staaten sehen die irakische Regierung mit großer Skepsis und werfen ihr vor, zu sehr an eine Glaubensrichtung gebunden zu sein und sich zu stark an den schiitisch dominierten Iran anzulehnen.

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