Botschafter getötet
Anschlag auf US-Konsulat in Libyen war Terrorakt

Der tödliche Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi geht nach Ansicht des libyschen Parlamentspräsidenten auf das Terrornetzwerk Al-Kaida zurück. Bei dem Anschlag war ein US-Botschafter ums Leben gekommen.
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BengasiDie Attacke, bei der vergangene Woche unter anderem US-Botschafter Chris Stevens ums Leben gekommen war, sei lange im Voraus geplant gewesen, sagte Parlamentspräsident Mohammed al-Magarief in einem am Sonntag veröffentlichten Interview des amerikanischen Rundfunksenders NPR weiter. „Der Gedanke, dass diese kriminelle und feige Tat ein spontaner Protest war, der einfach außer Kontrolle geriet, ist völlig unbegründet und unsinnig“, sagte Magarief laut Vorabauszügen, die im Internet veröffentlicht wurden.

Die US-Regierung hatte am Freitag mitgeteilt, bisher keine Hinweise darauf zu haben, dass es sich um einen vorausgeplanten Anschlag handelte. Sicherheitspolitiker beider Parteien im US-Kongress dagegen halten einen Terrorangriff nach eigener Aussage für möglich. Laut Magarief gebe es Beweise für die Verwicklung der regierungsfeindlichen Miliz mit dem Namen Ansar al-Scharia in den Überfall, heißt es bei NPR. Sie habe Verbindungen zur Terrorgruppe Al-Kaida. Deren Unterstützer seien nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi ins Land gekommen, um das Machtvakuum im Land für sich zu nutzen.

Ein islamfeindlicher Film hat in vielen arabischen Ländern zu wütenden Protesten gegen Auslandsvertretungen der USA und anderer Länder geführt - so auch in Libyen. In der libyschen Stadt Bengasi sind der US-Botschafter Chris Stevens und drei weitere Botschaftsangehörige bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen. „Ich verurteile die empörenden Attacken auf unsere diplomatische Einrichtung auf das Schärfste“, hieß es von Präsident Obama in einer schriftlichen Erklärung des Weißen Hauses.

Als Reaktion auf den Angriff schickte das Pentagon Marineinfanteristen nach Bengasi. Sie sollen nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat den Schutz der Diplomaten gewährleisten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Botschafter getötet: Anschlag auf US-Konsulat in Libyen war Terrorakt"

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  • ...mein Mitleid für die Angehörigen des Botschafters.

    Andererseits: Die imperialistischen Kriegtreiber USA brauchen sich nicht wundern, dass hier und da jemand - mit den Waffen, die sich im bieten - zurückschlägt.

    Und: Die Tat wird den Weg zum Krieg genauso erleichtern wie einst Pearl Harbour, wenn auch in einem weit geringeren Umfang. Insoweit könnten die Attentäter auch aus einem ganz anderen Umfeld kommen.

  • "Nein, es gilt, die Moslems selbst auf ihre reformwürdigen Seiten aufmerksam zu machen und sie nicht auszublenden aus Feigheit oder Bereitschaft zum Wegschauen und Übertoleranz."

    Hm, ich denke eher man sollte den Fritzen suchen der das übersetzt hat. Das geschah ja wohl nicht ohne Grund, und irgendjemand wirds wohl bezahlt haben.
    Religionen haben sich noch nie freiwillig der Zeit angepaßt, davor gabs immer erst mal Krieg und Zerstörung, und eine Trennung von Staat und Kirche.

    Wenn der Papst noch lange genug lebt, so weiter für den Frieden zu arbeiten, drücke ich ihm fest die Daumen. Dann wäre er der erste Beweis, das die Kirche sich auf die Seite eines geistigen Wandels stellen kann.
    Auch das wäre schon ein Fortschritt, und zwar einer, den man nicht hoch genug bewerten kann.

  • die alte leier,gods own country kann nur mit abgefeimter von langer hand mit kaltem herz geplanter heimtücke überrascht werden.

    die usa und ein großteil ihrer eliten glauben immer noch an ihre von gott gegebene überlegenheit und stümpern machtpolitisch-irak,a... etc- und oekonomisch-sautreiberschulden-vor sich hin.

    hauptsache die bundeserika glaubt auch noch dran und übt schulterschluß ,kann uns allen ja nur schaden.

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