Boykott
Präsidentenwahl in Libanon gescheitert

Die Präsidentenwahl im Libanon ist gescheitert. Die pro-syrische Opposition blieb der Abstimmung geschlossen fern – aus Empörung darüber, dass es keinen Kandidaten nach ihrem Gusto gibt.

HB BEIRUT. Nach einem Boykott der Abstimmung durch die pro-syrische Opposition verschob Parlamentspräsident Nabih Berri den Wahlgang am Dienstag auf den 23. Oktober. Weil die Opposition der Wahl geschlossen fernblieb, verfehlte das Parlament das vorgeschriebene Quorum. Der libanesischen Verfassung zufolge müssen bei der Abstimmung zwei Drittel der Abgeordneten anwesend sein.

Die Opposition verlangt einen Kompromisskandidaten für die Nachfolge des scheidenden pro-syrischen Staatschefs Emile Lahud. Inzwischen stellen aber die anti-syrischen Kräfte die Regierung, die den Einfluss des Nachbarlandes einschränken wollen. Der Libanon ist in der Frage zutiefst gespalten und steckt seit Monaten in der schwersten Krise seit dem Ende des Bürgerkriegs vor 17 Jahren.

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