Branche kritisiert "willkürliche Zahlen"
EU erwartet geringere Belastung durch Chemie-Richtlinie

Die Chemikalien-Richtlinie der EU soll alle industriell verwendeten Stoffe erfassen. Dem hohen Aufwand für die Branche stehen Einsparungen im Gesundheitswesen gegenüber.

HB BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat frühere Kostenprognosen für die geplante Chemikalienverordnung nach unten revidiert. Nach einer am Donnerstag vorgelegten Einschätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen soll auf die Industrie in einem Zeitraum von elf Jahren eine zusätzliche Belastung von 2,3 Mrd. Euro an direkten Kosten zukommen. Die Folgen für die Weiterverarbeiter werden mit bis zu 5,2 Mrd. Euro angegeben.

Das sind zwar weniger Kosten als bislang veranschlagt, sie werden vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) aber immer noch als zu hoch bewertet. Generell jongliere die Kommission willkürlich mit Zahlen, die „absolute Höhe“ kenne ohnehin bislang niemand, hieß es im Gespräch mit vwd. Auch müsse aus Industriesicht der Zeitverlust bei der Einführung neuer Produkte berücksichtigt werden

.

Streit um Zahlen

Die jüngste Schätzung der Kommission beruht überdies auf der Annahme, dass Chemikalientests künftig mittels Computersimulation anstelle der kostspieligen Tierversuche erfolgen können. Diese so genannte quantitative Struktur-Aktivitäts-Beziehung (QSAR), bei der auch die Wirkung eines Stoffes auf Umwelt und Gesundheit getestet werden soll, ist allerdings noch gar nicht zugelassen.

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