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Brasilien: Präsidentin Rousseff setzt auf private Investoren

Dilma Rousseff, Brasiliens neue Präsidenten, tritt ihr Amt mit viel Vertrauen im Rücken an. Sie erbt ein boomendes Land, muss dennoch Reformen anstoßen - und hat eine schwierige Koalition. Vor allem private Unternehmen und Investoren aus dem In- und Ausland sollen nun das Gros der Investitionen stemmen.

Dilma Rousseff: die erste Präsidentin Brasiliens. Quelle: Reuters
Dilma Rousseff: die erste Präsidentin Brasiliens. Quelle: Reuters

SAO PAULO. Die erste Frau an der Spitze Brasiliens hat ihr Amt am Neujahrstag mit einem großen Vertrauensvorschuss angetreten: Mehr als zwei Drittel der 190 Millionen Brasilianer erwarten, dass Dilma Rousseff eine gute oder gar sehr gute Präsidentin sein wird - so die Umfragen. Das ist weit mehr als die langjährige Ministerin bei den Stichwahlen noch Ende Oktober an Stimmen auf sich versammeln konnte.

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Tatsächlich steht es um die wirtschaftlichen Aussichten Brasiliens gut. Auch unter Rousseff dürfte das größte Land Lateinamerikas auf Wachstumskurs bleiben - ihr Vorgänger und Ziehvater Luiz Inácio Lula da Silva hinterlässt eine boomende Wirtschaft. Nach rund 7,5 Prozent Wachstum in 2010 rechnen die meisten Investmentbanken mit einem erneuten BIP-Anstieg von 4,5 Prozent in 2011.

Neue Konjunkturimpulse erwarten die Ökonomen dabei vor allem durch Investitionen. Von Infrastruktur und Landwirtschaft über die Bauwirtschaft bis zur Ölbranche erlebt Brasilien einen gewaltigen Investitionsboom. Die Investmentbank Itau BBA rechnet damit, dass sich Brasiliens Investitionen von derzeit umgerechnet etwa 330 Milliarden Dollar im Jahr bis 2020 verdreifachen werden.

Ein neuer Trend ist, dass vor allem private Unternehmen und Investoren aus dem In- und Ausland das Gros der Investitionen stemmen sollen. "Der Staat wird zwar weiterhin an den meisten Projekten beteiligt sein, jedoch nur noch marginal" erwartet Ilan Goldfajn, Chefökonom von Itau.

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