Brexit und Wirtschaft
Wie das große Geld Cameron unterstützt

Rückenwind für David Cameron: Von A wie Air Asia bis W wie WPP – britische Firmen unterstützen den Kampf des britischen Premiers gegen den EU-Austritt des Landes. Doch nicht alle schlagen sich auf seine Seite.
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LondonDie Liste ist lang und reicht von BP-Chef Bill Dudley über den Burberry-Boss Christopher Bailey, Gavin Patterson von der BT Group bis hin zum Vodafone-Vorstandsvorsitzenden Vittorio Colao. Gut ein Drittel aller britischen Großunternehmen, die im Aktienindex FTSE 100 gelistet sind, haben sich in einen offenen Brief für die weitere Zugehörigkeit des Landes zur Europäischen Union ausgesprochen.

„Unternehmen brauchen den ungehinderten Zugang zum europäischen Binnenmarkt mit seinen 500 Millionen Menschen, um weiter zu wachsen, zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen“, heißt es darin. Und weiter: „Wir glauben, dass ein EU-Austritt Investitionen zurückhalten würde, Jobs bedrohen und die Wirtschaft in Gefahr bringen könnte.“

Die großen Arbeitgeber unter den Unterzeichnern beschäftigen fast vier Prozent der britischen Erwerbsbevölkerung. Das entspricht etwa 1,2 Millionen Menschen. Einige große Namen sind allerdings nicht dabei – etwa die Supermarktketten Tesco und Sainsbury. Die Abstimmung über die künftigen Beziehungen zwischen London und Brüssel sei eine Sache der Briten. „Unser Fokus ist es, dem Kunden zu dienen“, begründete einer der Handelskonzerne seinen Standpunkt. Bei anderen Unternehmen heißt es, man wolle sich nicht in die Politik einmischen und damit Kritik seiner Kunden auf sich ziehen. Die Erfahrung haben einige Firmen im Vorfeld des Unabhängigkeitsreferendums in Schottland im Herbst 2014 gemacht.

Die Briten werden am 23. Juni in einem Volksentscheid über den Brexit, den möglichen Austritt aus der EU, abstimmen. Großbritanniens Premier David Cameron hatte vergangene Woche ein Reformpaket mit den anderen EU-Staats- und Regierungschefs vereinbart, das seinem Land eine Sonderrolle innerhalb der Staatengemeinschaft einräumt. Damit wirbt er gegen den Brexit.

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Er hat etwa ein Viertel seines Kabinetts gegen sich

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  • Warum nur gibt es in Ländern, die "alleine" sind, wie die Schweiz, Island, Norwegen,
    Japan, etc. größere Wachstumsraten und einen höheren Lebensstandard als in den
    EU- Ländern?

  • .... bei UNSERER Währungspolitik. Wessen Währungspolitik meinen Sie? Inwieweit sind hier Bürger beteiligt? Es ist eher so, daß die Währungspolitik im Sinne der Großfinanz, der Banken unter Aushebelung der Gesetze geschieht, mit allen negativen Folgen für die Bürger.
    Man sollte endlich aufhören, diese demokratisch nicht legitimierten Institutionen in Brüssel auf einen Sockel zu stellen, wo sie nicht hingehören.

  • Die EU ... sich reformieren! Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr. Reformen würden
    für den Brüsseler Hofstaat u.a. einen erheblichen Machtverlust bedeuten. Die EU ist doch dabei, immer mehr Macht an sich zu reißen und demokratische Strukturen abzubauen. Bei uns heißt das: Kompetenzen abgeben. Das wollen aber die Bürger nicht.
    Anstatt auf den freiheitsliebenden Briten herumzuhacken, sollte vielmehr ein Referen-dum in allen Ländern abgehalten werden.

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