Brief an EZB-Chef Trichet
Drohender Griechenland-Bankrott alarmiert Schäuble

Finanzminister Schäuble läutet den Showdown um Griechenlands Zukunft ein. In einem Appell an EZB-Chef Trichet und die Euro-Finanzminister warnt er vor dem Risiko der griechischen Staatsinsolvenz.
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Berlin/BrüsselBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat vor einer Pleite Griechenlands für den Fall gewarnt, dass das Land keine weitere Unterstützung erhalten sollte. „Wir stehen vor dem realen Risiko der ersten ungeordneten Staatsinsolvenz innerhalb der Euro-Zone“, schrieb er in einem Brief, der unter anderen an EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sowie die Finanzminister der Euro-Zone adressiert ist und aus dem die „Welt“ (Mittwoch) zitiert.

Vor diesem Hintergrund sehe er den Bedarf eines neuen Hilfsprogramms, erklärte Schäuble. „Eine Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt im Jahr 2012, wie im laufenden Programm geplant, scheint mehr als unrealistisch.“ Das aber bedeute, dass das Volumen des jetzigen Programms nicht ausreiche, Athens finanzielle Bedürfnisse zu decken. Schäuble erwartet daher eine „substanzielle“ Ausweitung der Hilfe durch Europa - auch damit der Internationale Währungsfonds (IWF) aus den Hilfsprogrammen nicht aussteigt.

Der deutsche Finanzminister fordert in dem Schreiben eine Umschuldung Griechenlands, an der die privaten Gläubiger beteiligt werden sollen. Berlin will im Eiltempo bis zum Ende der Woche die Zustimmung für die Griechenland-Hilfen einholen. In Brüssel ist bereits für den kommenden Dienstag ein informelles Treffen der EU-Finanzminister angesetzt worden. Offiziell geht es um die Verschärfung des Stabilitätspaktes für die Euro-Länder, doch Insider vermuten, dass auch über die Lage in Griechenland und ein mögliches neues Milliarden-Hilfspaket gesprochen wird.

In Berlin beginnt ein Sitzungsmarathon nach der Rückkehr von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aus den USA. Koalition und EU verstärken den Druck auf die Banken, freiwillig bei der Lösung der Schuldenkrise zu helfen. Am Freitag soll im Bundestag über einen geplanten gemeinsamen Antrag von Union und FDP über die Griechenland-Hilfen und die Euro-Stabilisierung abgestimmt werden. Zuvor wird Schäuble dazu eine Regierungserklärung abgeben.

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  • @JAJA.
    Danke. Jedenfalls ein wahres Wort bevor nur hier(!) im Forum die Welt untergeht.

  • Ein ganzes Jahr lang hatten Schäuble und sein SPD-Handlanger Asmussen Zeit, ein Verfahren für eine GEORDNETE Staatsinsolvenz auszuarbeiten. Weil er, Mutti und seine französische Freundin ignorant und unfähig sind müssen deutsche Steuerzahler blechen bis zum Sankt-Nimmerleinstag. Ich habe die Schnauze voll!

  • So sollte es sein! Die Entscheidungen treffen jedoch unsere Volksvertreter. Dann sind wir wieder bei Ihrer Aussage "Wer noch richtig im Kopf ist...".
    Gott bewahre den Schweizern ihren Volksentscheid und den Norwegern ihre Unabhängigkeit. Ich warte auf den Tag an dem es heißt: "Rettet UNS! Wer kann...???".

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