Brief aus dem Gefängnis
Saddam gibt sich ungebrochen

Der frühere irakische Präsident Saddam Hussein hat in einem Brief erklärt, er würde sein Leben für die arabische Sache und ein Ende der ausländischen Besatzung geben.

HB BAGDAD. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes überbrachte den Brief einem jordanischen Freund Saddams, der namentlich nicht genannt werden wollte. Kopien wurden mehreren Nachrichtenagenturen zugespielt. In dem Schreiben heißt es: "Ich opfere meine Seele und meine ganze Existenz der arabischen Sache und der Befreiung unseres Heimatlandes von ausländischer Befreiung“, heißt es darin.

"Das Leben ist bedeutungslos ohne die Beachtung von Glaube, Liebe und der ererbten Geschichte unseres Landes“, schreibt Saddam in dem Brief weiter. "Mein Bruder, liebe dein Volk, liebe Palästina, liebe deine Nation, lang lebe Palästina". Saddam, den viele Araber als Symbol arabischen Stolzes und des Widerstandes gegen die USA verehren, hatte wiederholt Selbstmordattentäter gelobt, die Anschläge gegen israelische Ziele verüben.

Nach Aussage von Familienangehörigen des Ex-Präsidenten sind alle Briefe, die sie von ihm erhalten, stark zensiert. Saddam befindet sich seit seiner Festnahme Ende 2003 in US-Haft. Verwandte erklärten, Saddam sei in der Gefangenschaft ein hingebungsvoller Moslem geworden und lese viel im Koran. Saddam soll in wenigen Wochen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord der Prozess gemacht werden. Ihm droht die Todesstrafe.

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