Briten für deutliche Senkung
Baker drückt Iraks Schuldenlast

Nach Deutschland und Frankreich sprach sich auch Großbritannien für einen Teilschuldenerlass für den Irak aus. Nach den erfolgreichen Gesprächen in Westeuropa ist der US-Sondergesandte James Baker nun zu Gesprächen nach Russland gereist.

HB LONDON/BAGDAD. Der Chef des Pariser Clubs der Gläubigerländer bezeichnete eine international anerkannte irakische Regierung als Voraussetzung für eine Umschuldung. Im Irak nährten ein Attentat auf einen führenden Schiiten und ein Lynchmord die Befürchtung, dass innenpolitische Konflikte zunehmend gewaltsam ausgetragen werden könnten. Irakische Freischärler töteten erstmals seit der Festnahme von Ex-Präsident Saddam Hussein einen US-Soldaten.

Großbritannien stimme vollkommen damit überein, dass die irakischen Schulden deutlich reduziert werden müssten, sagte ein britischer Regierungssprecher nach einem Treffen Bakers mit Premierminister Tony Blair. Der Schuldenerlass solle im Laufe des kommenden Jahres im Rahmen des Pariser Clubs der Gläubigerstaaten erfolgen. Der Irak schuldet den 19 Staaten der Gruppe rund 40 Mrd. Dollar.

Der französische Außenminister Dominique de Villepin sagte, Frankreich sei zum Wiederaufbau des Irak bereit, verlange aber größere Klarheit darüber, auf welche Weise die USA die Souveränität an die Iraker zurückgeben wollten. „Wenn der Prozess nicht ausreichend von der Weltgemeinschaft unterstützt scheint, besteht die Gefahr, dass Terroristen die Chance nutzen, dass es zur Spaltung im Irak kommt“, sagte Villepin. Auch der Präsident des Pariser Clubs unterstrich die Bedeutung der Machtübergabe an eine irakische Regierung. „Der Pariser Club wird mit dem Irak eine Vereinbarung abschließen, sobald es eine irakische Regierung gibt (und) diese international anerkannt ist“, sagte Jean-Pierre Jouyet dem französischen Rundfunksender BFM.

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