Briten warnen vor weiteren Anschlägen
Mehrere Festnahmen nach Anschlägen in Istanbul

Großbritannien hat nach der Serie von Selbstmordanschlägen in der türkischen Millionenstadt Istanbul vor weiteren Anschlägen in der Türkei gewarnt. Im Zusammenhang mit den beiden Bombenanschlägen auf das britische Konsulat und die Istanbuler Zentrale der Investmentbank HSBC nahmen die Behörden nach Angaben des türkischen Außenministers Abdullah Gül am Freitag einige Verdächtige fest.

HB ISTANBUL/LONDON. Der britischen Regierung lägen Informationen vor, nach denen davon auszugehen sei, dass weitere Selbstmordattentate in der Türkei verübt werden könnten, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in London am späten Donnerstagabend. Bei den fast zeitgleichen Anschlägen auf die Investmentbank und das Konsulat in Istanbul waren mindestens 27 Menschen getötet und rund 400 verletzt worden. Fünf Tage zuvor waren bei zwei Anschlägen auf Synagogen in der türkischen Handelsmetropole 25 Menschen getötet worden. Zu beiden Taten bekannte sich eine Gruppe der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden.

Die Regierung habe ihre Reisehinweise verschärft und rate britischen Bürgern derzeit von Reisen in türkische Großstädte ab, sagte der Ministeriumssprecher. Zu den vorliegenden Warnungen nannte er keine Details. „Wir können nicht darauf eingehen, auf welcher Art von Informationen unsere Einschätzung basiert“, sagte er. Auch die USA und Australien, die mit Großbritannien Verbündete im Irak-Krieg sind, warnten ihre Bürger vor Reisen nach Istanbul.

„Einige Personen sind festgenommen worden, aber es ist zu früh, um Informationen über sie zu geben“, sagte Gül, der gemeinsam mit seinem britischen Kollegen Jack Straw in Istanbul vor die Presse trat. Die türkische Zeitung „Hürriyet“ berichtete, sieben Menschen seien festgenommen worden.

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