Briten wehren Angriffe radikaler Schiiten ab
Vertrauter von Schiitenführer Sadr festgenommen

Nach den jüngsten Angriffen der Milizen des radikalen Schiiten Sadr haben die Briten einen seiner Vertrauten festgenommen. Die Situation in Basra soll wieder unter Kontrolle sein.

HB BERLIN. Britische Soldaten haben am Wochenende Angriffe der Milizen des radikalen Schiitenführers Muktada al Sadr in Basra und Amarah im Süden des Irak abgewehrt. Die Besatzungstruppen nahmen in Nasarija Scheich Moajad al Asadi fest, einen wichtigen Vertrauten al Sadrs.

Augenzeugen berichteten, US-Soldaten hätten in Sadr-City, einem Stadtteil Bagdads, ein Büro al Sadrs gestürmt und drei weitere Personen festgenommen. Am Samstag und Sonntag hatten Iraker in Basra die britischen Armee angegriffen. Nach britischen Angaben kamen dabei mindestens zwei Iraker um, drei britische Soldaten wurden verletzt.

Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums sagte, die Soldaten und die irakische Polizei hätten den Aufstand beendet und die Situation unter Kontrolle gebracht. Augenzeugen berichten, am Sonntag habe es einen Mörserangriff der Aufständischen auf britische Truppen gegeben, woraufhin Kampfhubschrauber der britischen Streitkräfte die Stadt Amarah angegriffen hätten. Dabei seien vier Einwohner getötet und mindestens acht verletzt worden. Der britische Militärsprecher Ian Clooney wies diese Darstellung zurück und erklärte, es habe keinen Hubschrauberangriff in Amarah gegeben.

Al Sadr hält sich derzeit in Nadschaf auf und wird dort von zahlreichen Anhängern bewacht. Die US-Armee will ihn festnehmen. Am Freitag hatte einer seiner Gefolgsleute ein Kopfgeld auf die Tötung und Gefangennahme von britischen Soldaten ausgesetzt und dies mit den Folterungen irakischer Gefangener begründet.

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