Briten-Wahl
Mission possible für Cameron

Fulminanter Sieg für die britischen Tories: Premier Cameron erringt die absolute Mehrheit an Sitzen und wird über einen EU-Austritt der Briten abstimmen lassen. Labour dagegen wird in Schottland von der SNP ausradiert.
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LondonDavid Cameron wird wohl Premierminister von Großbritannien bleiben. Premierminister David Cameron kann nach einer neuer Prognosen der BBC in Großbritannien mit seiner Konservativen Partei künftig alleine regieren. Die Tories werden demzufolge 325 der 650 Sitze im Parlament erhalten; vier Parlamentarier der nordirischen Sinn-Fein-Partei nehmen ihre Sitze traditionell nicht ein.

Sein Herausforderer Ed Miliband muss als amtierender Chef der Labour-Partei bei der britischen Parlamentswahl empfindliche Verluste verkraften. Cameron sprach von einer "sehr starken Nacht" für die Konservativen.

Miliband hat die Niederlage seiner Labour-Partei am Morgen eingeräumt. „Die Ergebnisse laufen immer noch ein, aber das war eindeutig eine sehr enttäuschende und schwierige Nacht für die Labour-Partei", sagte Miliband am Freitag in Doncaster. Seiner Partei seien nicht die erwünschten Zugewinne in England und Wales gelungen und in Schottland sei Labour von einer „Welle des Nationalismus erdrückt" worden. Miliband selbst konnte seinen Parlamentssitz verteidigen.

Sollte sich die Prognose bestätigen, liebäugelt Cameron mit einer Minderheitsregierung. „Es ist ein bemerkenswerter Umschwung“, sagte Londons Bürgermeister Boris Johnson, der sein Direktmandat klar gewann und damit ins Parlament einzieht, aber sein Bürgermeisteramt behält. Die Umfragen noch am Tag der Wahl hatten einen wesentlich knapperen Wahlausgang vorhergesehen.

Die großen Sieger sind im Norden des Königreiches zu finden: Die Scottish National Party (SNP) könnte es der Prognose zufolge auf 58 von 59 schottischen Sitzen im Parlament in Westminster schaffen. Vor allem der Labour-Partei nahmen sie in deren früherer Hochburg zahlreiche Direktmandate ab.

Der Schatten-Außenminister und Labour-Wahlkampfmanager Douglas Alexander schaffte es in seinem schottischen Wahlkreis nur auf knapp 18 Prozent der Stimmen und verlor seinen Platz im Parlament an die 20-jährige Politikstudentin Mhairi Black von der SNP (51 Prozent). Sie wird als jüngste Abgeordnete seit 1667 in das britische Parlament einziehen.

Auch der schottische Labour-Chef Jim Murphy muss seinen Sitz im Parlament für die SNP räumen. Der frühere Ministerpräsident von Schottland und vermutliche Fraktionschef in Westminster, Alex Salmond, sagte: „Heute Nacht wird ein Löwe brüllen, ein schottischer Löwe, und er wird mit einer Stimme brüllen, die keine Regierung, welcher politischen Couleur auch immer, ignorieren kann.“

Ein großer Verlierer der Wahl scheinen die bisher mitregierenden Liberaldemokraten zu sein, die bislang Juniorpartner der Regierungskoalition mit Camerons konservativen Tories waren. Vor fünf Jahren erzielten sie mit 57 Abgeordneten-Plätzen ein gutes Ergebnis, nun werden es – der Prognose zufolge – nur noch zehn. Der ehemalige Parteichef Paddy Ashdown sagte: „Wenn diese Prognose stimmt, esse ich in aller Öffentlichkeit meinen Hut.“

Der liberale Parteichef Nick Clegg konnte seinen Sitz in Sheffield knapp halten. „Dies war eine grausame Nacht für die Liberaldemokraten und eine Abstrafung“, sagte Clegg am frühen Freitagmorgen. Seine Zukunft als Parteichef ließ er zunächst offen. Wirtschaftsminister Vince Cable verlor sein Mandat im Londoner Stimmbezirk Twickenham.

Die rechtspopulistische Ukip mit Parteichef Nigel Farage, die einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union anstrebt, gewann laut der Prognose zwei Parlamentssitze - ebenso wie die Grünen. 2010 hatten nur 3,1 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei Ukip-Kandidaten gemacht und kein Abgeordneter war ins Parlament eingezogen. Im Herbst waren zwei konservative Parlamentarier zu Ukip gewechselt, nachdem die EU-Gegner bei der Europawahl stärkste Kraft geworden waren. Vor der Wahl hatte Farage seinen Rücktritt angekündigt, sollte es ihm nicht gelingen, sein Direktmandat zu gewinnen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Gut gewählt, Ihr Briten!
    Damit ist der EU-Austritt sehr sicher, weitere EU-Mitglieder werden dem Schritt folgen.

    Das antidemokratische EU-Monster wird dann in sich zusammenfallen.

    Gut so!

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