EU und Großbritannien Britischer EU-Austritt hätte verheerende Folgen

Der „Brexit“ würde schwere Schäden versuchen: Laut einer Studie würde ein EU-Austritt der Briten das BIP des Landes erheblich senken. Für Deutsche stiegen die EU-Beiträge auf 2,5 Milliarden Euro.
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Der Mann, der Großbritannien aus der EU haben will: Nigel Farage von der „United Kingdom Independence Party“ (Ukip). Quelle: dpa
Ukip-Chef Nigel Farage

Der Mann, der Großbritannien aus der EU haben will: Nigel Farage von der „United Kingdom Independence Party“ (Ukip).

(Foto: dpa)

DüsseldorfEin Austritt aus der Europäischen Union würde der britischen Wirtschaft schwere Schäden zufügen, ergibt eine der „WirtschaftsWoche“ exklusiv vorliegende Studie der Bertelsmann-Stiftung.

„Je nach Ausmaß der handelspolitischen Abschottung wäre das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner im Vereinigten Königreich im Jahr 2030 zwischen 0,6 und 3,0 Prozent geringer als bei einem Verbleib in der EU“, heißt es in der Studie. Im ungünstigsten Szenario verliere das Land sämtliche Privilegien, die sich aus den 38 existierenden Handelsabkommen der EU mit anderen Ländern ergeben.

Auch Deutschland würde als größte Exportnation in Europa unter einem Briten-Austritt, auch Brexit genannt, leiden. In Deutschland „wäre das reale BIP je Einwohner wegen der nachlassenden Handelsaktivitäten im Jahr 2030 schätzungsweise zwischen 0,1 und 0,3 Prozent geringer als ohne einen Brexit“, so die Studie weiter.

Zugleich müssten alle EU-Länder den Wegfall der Beiträge des Nettozahlers Großbritannien zumindest teilweise ausgleichen. „Für Deutschland dürften die dadurch entstehenden zusätzlichen jährlichen Ausgaben gegenwärtig bei rund 2,5 Milliarden Euro brutto liegen.

Frankreich müsste knapp 1,9 Milliarden Euro zusätzlich zahlen, Italien fast 1,4 Milliarden Euro und Spanien rund 0,9 Milliarden Euro“, heißt es in der Bertelsmann-Studie.

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