Britischer Außenminister betont enge Beziehung zu USA
„Wir haben gemeinsame Werte und Interessen“

In jüngster Zeit wurde über eine Abkühlung des Verhältnisses Großbritanniens zu den USA spekuliert. Die neue britische Regierung hat dies aber nun zurückgewiesen.

HB LONDON. „Wir haben gemeinsame Werte, gemeinsame Interessen“, sagte Außenminister David Miliband kurz vor seinem gemeinsamen Antrittsbesuch mit Premierminister Gordon Brown bei US-Präsident George W. Bush. Das Beispiel Afghanistan zeige, dass Gutes nur gemeinsam mit den USA bewirkt werden könne, betonte Miliband am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Er selbst habe im Irak-Krieg stets auch den Kurs von Browns Vorgänger Tony Blair unterstützt, der in dem Waffengang trotz Kritik im eigenen Land die Linie Bushs mitgetragen hatte.

Miliband und Brown wollen am Sonntag mit Bush zusammentreffen. Dabei sollen unter anderem die Konflikte im Irak und Afghanistan zur Sprache kommen. Browns Ernennung des Irakkriegs-Kritikers Mark Malloch Brown zum Außenstaatssekretär war in Washington misstrauisch beobachtet worden, ebenso eine Rede des neuen britischen Entwicklungshilfeministers Douglas Alexander. Dieser hatte die betont, die Lösung vieler globaler Probleme sei nur durch die Zusammenarbeit in Organisationen wie den Vereinten Nationen möglich. Beobachter spekulierten, Premier Brown strebe einen außenpolitisch unabhängigeren Kurs an als der enge Bush-Verbündete Blair. In dem Reuters-Interview betonte Miliband, es gebe kein einziges anti-amerikanisches Regierungsmitglied.

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