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Britischer EU-Abgenordneter: Farage: Sparkommissar ist wie ein „Gauleiter“

Der deutsche Vorschlag, für Griechenland einen „Sparkommissar“ einzusetzen, entlockte Nigel Farage eine eher unschöne Äußerung. Der britische Abgeordnete spielte mit der Bezeichung „Gauleiter“ auf Hitler-Deutschland an.

Der britische Politiker und Abgeordnete Nigel Farage. Quelle: Reuters
Der britische Politiker und Abgeordnete Nigel Farage. Quelle: Reuters

BrüsselDer von Deutschland in die Diskussion gebrachte Sparkommissar für Griechenland hat am Mittwoch für eine heftige Debatte und sogar Nazi-Vergleiche im Europaparlament gesorgt. Der europakritische britische EU-Abgeordnete Nigel Farage verglich einen solchen Sparkommissar mit einem „Gauleiter“, also einem regionalen Nazi-Funktionär: Er habe gedacht, es müsse ein Witz sein, „dass das deutsche Finanzministerium vorschlägt, dass ein EU-Kommissar, manche mögen sagen ein Gauleiter, und seine Leute ein Gebäude in Athen besetzen und die Verwaltung des Landes übernehmen“. Er habe nicht für möglich gehalten, dass die EU so tief sinke.

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Dies sei zwar nur eine Verhandlungsposition gewesen, aber „niemand kann abstreiten, dass Griechenland heute nicht mehr als eine Kolonie ist“, fügte Farage hinzu. Am Wochenende war ein deutscher Vorschlag bekannt geworden, dass ein von der Eurogruppe eingesetzter Haushaltskommissar nach Athen geschickt wird und dort von der Regierung des hochverschuldeten Landes die Hoheit über die Haushaltspolitik übernimmt. Nach heftiger Kritik wiederholte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Forderung auf dem EU-Gipfel am Montag zwar nicht ausdrücklich, forderte aber eine strengere Überwachung des Landes.

Der deutsche Grünen-Abgeordnete Reinhard Bütikofer forderte Farage auf, seine Äußerungen zurückzunehmen. Bütikofer warf dem Briten vor, „Hass“ im Europaparlament sowie zwischen den Menschen in Europa zu schüren. Der Brite lehnte eine Entschuldigung jedoch ab und verwies darauf, dass „deutsche Zeitungen die Griechen als faul und unnütz und die Italiener als Feiglinge herunterputzen, während italienische und griechische Zeitungen führende Verantwortliche in Deutschland in Nazi-Unformen darstellen“.

Der EU-Parlamentspräsident, der Deutsche Martin Schulz, drohte Farage mit einem Rauswurf aus der Sitzung. „Den Nationalismus in diesem Haus propagieren diejenigen, die ihre Flaggen auf ihre Sitze stellen, um ihrem Nationalismus hier zu dokumentieren“, sagte Schulz zu dem Briten. „So weit ich weiß, gehören Sie auch dazu.“

  • 02.02.2012, 05:14 UhrAnonymer Benutzer: FREEEUROPE

    Die Frau von Nigel Farage ist Deutsche. Der Mann beweist, dass er kritischen Verstand hat. Alle die ihn dafür als "Irren", "Rechtspopulisten" oder was auch immer bezeichnen, zeigen ihr anti-demokratisches Gesicht. Er macht nicht mehr und nicht weniger als die "Drecksarbeit" an die sich die vermeintlich feinen Pinkel nicht herantrauen. Weiter so Nigel! In nicht allzu weiter Zukunft werden Dir noch mehr Menschen ihr Vertrauen aussprechen.

  • 01.02.2012, 23:25 UhrAnonymer Benutzer: Caline

    Als nichts anderes als der Mr. Farrage gesagt hat, haben wir es auch in unserem Land empfunden.

  • 01.02.2012, 22:00 UhrAnonymer Benutzer: alex

    da tust du dem mann glaub ich unrecht, er schützt uns vor leuten wie schulz von der eu. er bekämpft einen nicht legitimierten bundesstaat EU. er sieht in solchen handlungen wie entsendung eines bevollmächtigten sparkomissars einen angriff auf demokratie und souveränität - nazimethoden eben. das vorantreiben des eu staats ging in den meisten fällen ohne volksabstimmung vonstatten, die bevölkerung in deutschland und anderswo fühlt sich wieder in ein politisches experiment gepresst welches am ende den frieden in europa verheizt. massnahmen wie esm verschlimmern das ganze

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