Britischer Finanzminister
Osborne umgarnt G20 gegen den Brexit

Die Briten streiten über den Verbleib ihres Landes in der EU. Großbritanniens Finanzminister Osborne umwirbt laut eines Zeitungsberichts nun seine G20-Kollegen. Sie sollen vor den Gefahren eines Austritts warnen.

LondonDie Großkonzerne hat Großbritanniens Regierung im Kampf gegen den Austritt des Landes aus der Europäischen Union bereits auf ihre Seite gebracht. Die Bank of England hat ebenfalls den Auftrag bekommen, mal alle wirtschaftlichen Vorteile der EU-Zugehörigkeit zusammenzustellen – und damit Argumente für den Status quo. Jetzt will sich der britische Finanzminister George Osborne auch die Unterstützung der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt sichern.

Auf dem G20-Gipfel in Shanghai, wo sich die Finanzminister der Länder und Notenbankchefs heute treffen, drängt Osborne seine Kollegen dazu, vor den Gefahren des Brexit ausdrücklich zu warnen, des EU-Austritts Großbritanniens, schreibt die „Financial Times“ in ihrer Freitagsausgabe. Die Zeitung beruft sich auf Insider, die mit der Sache vertraut sind. Offiziell wollte sich das britische Finanzministerium dazu nicht äußern.

Dieser Schritt macht deutlich, mit viel Nachdruck die Regierung jetzt schon und damit in einem vergleichsweise frühen Stadium gegen den Brexit kämpft. Die Abstimmung der Briten darüber steht am 23. Juni an. Vor eineinhalb Jahren, als Schottland über seine Unabhängigkeit abstimmte, hat die britische Regierung ihr Engagement dagegen erst deutlich später hochgefahren.

Bei dem Brexit-Referendum steht allerdings auch mehr auf dem Spiel. Großbritanniens Premier David Cameron argumentiert für den Status quo mit der nationalen Sicherheit des Landes, den wirtschaftlichen Vorteilen durch den Zugang zum Binnenmarkt und einer Reihe von bislang unbekannten Risiken, die mit einem Brexit einhergehen, weil nicht klar sei, wie die Regelungen mit der EU danach aussehen könnten.

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IWF warnt vor Folgen des Brexit

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