Britischer Premier Blair verurteilt Misshandlungen irakischer Gefangener
Blair nennt Folterungen inakzeptabel

Der Britische Premier Blair hat die Misshandlungen irakischer Gefangener durch britische Soldaten scharf verurteilt. Er hoffe, bei den Vorfällen handele es sich um «Ausnahmen».

HB BERLIN. Die Demütigungen und Misshandlungen irakischer Gefangener durch britische Soldaten sind auf massive Kritik bei der britischen Regierung gestoßen. Großbritanniens Premierminister Tony Blair sprach von «vollkommen inakzeptabelen» Vorfällen. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, dann seien sie vermutlich Ausnahmen, was sie jedoch nicht weniger inakzeptabel mache, sagte Blair am Samstag am Rande des Festaktes zur EU-Erweiterung in der irischen Hauptstadt Dublin.

Blair sei es unverständlich, wie britische Soldaten zum Instrument der Folter greifen konnten. «Wir sind nach Irak gegangen, um diese Dinge loszuwerden und nicht, um sie zu tun», sagte der Regierungschef. Zugleich wies Blair darauf hin, dass es Tausende von britischen Soldaten in Irak gebe, die einen «sehr mutigen und außergewöhnlichen Job» machten.

Der britische «Daily Mirror» hatte am Samstag Fotos veröffentlicht, auf denen britische Soldaten bei der brutalen Misshandlung eines gefesselten und maskierten irakischen Gefangenen zu sehen sind. Auf den Bildern ist auch zu erkennen, wie Soldaten den halbnackten Gefangenen mit einem Gewehrkolben prügeln und ihm gegen den Kopf treten. Auf einem Bild ist ein Soldat zu sehen, der auf den wehrlosen Mann uriniert.

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