Britischer Premier sieht historischen Kampf in Irak
Blair: Wir müssen die Schlacht in Irak gewinnen

Der britische Premier Blair hat vor einem Scheitern der US-geführten Streitkräfte in Irak gewarnt. Die Koalition müsse den Kampf gewinnen, ansonsten würden Terroristen triumphieren, sagte er.

HB BERLIN. Der britische Premierminister Tony Blair sieht die alliierten Truppen in Irak in einem «historischen Kampf». Der britischen Zeitung «Sunday Observer» sagte Blair, die Schlacht in Irak müsse gewonnen werden. Ansonsten würden Freiheit und religiöse Toleranz «ausgelöscht». «Diktatoren würden jubeln, Fanatiker und Terroristen würden triumphieren», sagte Blair.

Der Premier kritisierte die Haltung in einigen Ländern im Westen. Ein «bedeutender Teil» der Öffentlichkeit in den westlichen Ländern lehne sich angesichts der Gewalt in Irak zurück, «halb darauf hoffend, dass wir scheitern». Große Teile des Landes aber seien von der Gewaltwelle gar nicht betroffen, und viele Iraker lehnten die Aktionen der Aufständischen ab.

Wenn nun einige dazu aufriefen, die Truppen aus Irak abzuziehen, «denken sie dann wirklich, dass das den Durst dieser Extremisten stillen würde, nicht zu sprechen von dem, was das den Irakern antun würde?», fragte Blair. Je schwächer der Westen wirke, desto mehr würden die «Extremisten hinter uns her sein».

Derzeit sind rund 8700 britische Soldaten vor allem im Süden Iraks stationiert.

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