British Airways und Air France betroffen
Flüge in die USA aus Terrorangst abgesagt

Massive Sicherheitsvorkehrungen der US-Behörden beeinträchtigen die Luftfahrt: Flüge werden kurzerhand gestrichen, US-Kampfjets geben Passagiermaschinen Begleitschutz. Und Brasilien reagiert mit einer Retourkutsche gegen US-Bürger.

HB WASHINGTON/LONDON. Mit strengen Anti-Terrormaßnahmen sorgen die US-Behörden für Verdruß im internationalen Luftverkehr. So wurden in den vergangenen Tagen etliche Flüge gestrichen. Auch die Fluggesellschaft British Airways (BA) sagte am Freitag zum zweiten Mal binnen zwei Tagen einen Flug von London nach Washington ab. Als Grund wurde ein Sicherheitshinweis der Regierung genannt. Auch USA-Flüge der mexikanischen Gesellschaft Aeromexico waren zu Weihnachten und zum Jahreswechsel abgebrochen, beziehungsweise abgesagt worden. Betroffen von den Sicherheitsmaßnahmen waren zudem Maschinen der französischen Air France. Mehrfach erhielten Passagiermaschinen bei ihrer Landung Begleitschutz von Kampfjets.

Vertreter von BA hatten in einer Krisensitzung darüber beraten, ob der Nachmittagsflug nach Washington starten sollte. Aus informierten Kreisen hieß es, es bestehe offenbar eine „spezifische Drohung“ gegen den Flug. Die voll ausgebuchte Boeing 747 sollte noch am späten Freitagabend von Washington nach London zurückfliegen. Auch dieser Flug müsse als Folge der Streichung ausfallen, teilte BA mit. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen hatte die britische Regierung die Hinweise, die zu den Flugstreichungen vom Donnerstag und Freitag führten, von den US-Sicherheitsbehörden erhalten.

FBI irrte sich bei Namen von Verdächtigen

Zu Weihnachten waren mehrere Air-France-Flüge zwischen Paris und Los Angeles aus Sicherheitserwägungen angesagt worden. Grund dafür waren aber offensichtlich Irrtürmer der US-Bundespolizei FBI. Die sechs Verdachtspersonen hätten gleich lautende Namen wie Terrorverdächtige auf den Listen des FBI, sagte ein Sprecher des französischen Innenministeriums am Freitag in Paris. Laut „New York Times“ will Frankreich demnächst mindesten eine Stunde vor dem Start Passagierlisten an die US-Behörden weiterleisten. Bisher geschieht dies erst, wenn die Maschine schon in der Luft ist.

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