Bruch geltender Vereinbarungen

Israelis siedeln weiter im Westjordanland

Israel plant offenbar den Bau von 3500 neuen Siedler-Wohnungen im Westjordanland, um damit seinen Anspruch auf Jerusalem als Ganzes zu untermauern.
Kinder von Siedlern spielen vor einem israelischen Panzer. Foto: dpa

Kinder von Siedlern spielen vor einem israelischen Panzer. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Wie aus israelischen Regierungskreisen am Montag verlautete, soll durch die neuen Siedlung die verhandene Siedlung Maale Adumim mit dem arabischen Osten Jerusalems verbunden werden. Die Palästinenser-Regierung warnte umgehend, dadurch würden die jüngsten Friedensbemühungen gefährdet.

Die Palästinenser betrachten Ost-Jerusalem als ihre Hauptstadt für einen eigenen Staat. Der internationale Nahost-Friedensplan, die so genannte Road Map, untersagt den Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland und im Gaza-Streifen.

Ministerpräsident Ariel Scharon habe den bereits seit sechs Jahren geplanten Wohnungsbau vergangene Woche gebilligt, hieß es in den Kreisen weiter. Israel betrachtet ganz Jerusalem als seine ungeteilte Hauptstadt, eine Position, die international nicht anerkannt wird.

Gleichzeitig ordnete Scharon den Kreisen zufolge den Bau einer Umgehungsstraße für das Gebiet an. Damit würden die Palästinenser-Städte Ramallah nördlich von Jerusalem und Bethlehem im Süden miteinander verbunden. Dies solle vorausschauend ein Beitrag für ein zusammenhängendes Palästinensergebiet sein, verlautete aus den israelischen Kreisen.

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