Bruder des Entführten setzt Premiermister Blair kurz vor Parteitag unter Druck
Britische Geisel offenbar am Leben

Der im Irak verschleppte Brite Kenneth Bigley soll noch am Leben sein. Das sagten ein Vermittler und der Bruder des Entführten. Premierminister Blair gerät dadurch unter Druck, endlich tätig zu werden. Am Montag beginnt der Labour-Parteitag.

HB LONDON/BRIGHTON/DUBAI/BAGDAD/WASHINGTON. Der Leiter des Islamic Observation Centre in London, Yasser el Serri, sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag, seine Gruppe habe sich über Mittelsmänner für eine Freilassung des zehn Tage zuvor entführten Bauingenieurs eingesetzt. „Uns wurde heute von den Mittelsmännern gesagt, dass die britische Geisel noch am Leben ist.“ Die Bitte um Freilassung werde von den Entführern um den Jordanier Abu Mussab el Sarkawi in Erwägung gezogen.

Bigley war zusammen mit zwei US-Kollegen verschleppt worden. Die Amerikaner sind enthauptet worden. Die El Sarkawi-Gruppe hat mit der Tötung auch des Briten gedroht, sollten die USA nicht alle weiblichen Gefangenen aus irakischen Gefängnissen freilassen.

Vermittler el Serri ist kein Unbekannter. Er hatte sich im Juli 2002 erfolgreich gegen eine Auslieferung an die USA gewehrt. Die US-Regierung wirft ihm vor, die El Kaida-Gruppe des Moslem-Extremisten Osama bin Laden finanziell zu unterstützen. El Serri war 1994 von einem ägyptischen Militärgericht im Zusammenhang mit einem gescheiterten Attentat auf Ministerpräsident Atef Sedki in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden.

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