Brückensprengung
Venezuela kappt Verbindung zu Kolumbien

Zwischen Venezuela und Kolumbien bahnt sich neuer Streit an: Zwei Fußgängerbrücken wurden gesprengt, Kriegsgerüchte machen die Runde.
  • 0

HB BOGOTA/CARACAS. Venezuela hat zwei Fußgängerbrücken ins benachbarte Kolumbien sprengen lassen und die Spannungen zwischen den beiden südamerikanischen Staaten weiter erhöht. Die Brücken seien von rechten kolumbianischen Paramilitärs sowie für den Schmuggel von Drogen, Benzin und Lebensmittel missbraucht worden, rechtfertigte Venezuelas Vize-Präsident Ramón Carrizález die Aktion am Donnerstag. Die kolumbianische Regierung bezeichnete die Zerstörung als „schwerwiegend“. Sie werde den Weltsicherheitsrat und die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) darüber informieren.

Die traditionell gespannten Beziehungen zwischen den Regierungen des konservativen kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe und des linksgerichteten venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez befinden sich zurzeit auf einem Tiefpunkt. Grund ist die Verärgerung von Chávez über die Stationierung amerikanischer Soldaten in Kolumbien. Die USA und Kolumbien wollten Venezuela angreifen, argwöhnt er.

Kommentare zu " Brückensprengung: Venezuela kappt Verbindung zu Kolumbien"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%