Brüssel Hilfspaket der EU für Zypern nimmt Form an

Die EU hat Zypern ihre Solidarität zugesichert und kommt einem – wenn auch stark zusammengestrichenen – Rettungspaket immer näher. Jean-Claude Juncker will schon an diesem Freitag eine fertige Lösung sehen.
Update: 15.03.2013 - 02:11 Uhr 18 Kommentare

Zyperns Rettung vor den Russen

BrüsselNach einem langen Tauziehen bringen die Euro-Länder ihr Hilfsprogramm für das pleitebedrohte Zypern auf den Weg. Am Rande des EU-Gipfels gab es intensive Gespräche für einen Kompromiss. Am Freitagnachmittag wollen sie die obersten Kassenhüter der Euroländer treffen und dei Details aushandeln. „Und dort muss die Zypern-Frage einer Lösung nicht nur näher gebracht werden, sondern in abgeschlossener Form morgen Abend vorliegen", sagt der frühere Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker.

„Man muss eine Lösung suchen, die nicht einem plumpen Haircut entspricht“, sagte er mit Blick auf die Debatte um einen möglichen Schuldenschnitt für das pleitebedrohte Land. „Ich bin nicht der Auffassung, dass man sich blindlings in Haircut-Lösungen stürzen sollte. Mann sollte sich das sorgsam überlegen.“

Infografik

Zypern

Basisdaten

BIP-Wachstum und Haushaltssaldo

in Prozent


Der amtierende Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem kündigte am Donnerstag an, das Hilfspaket für Zypern werde einen Umfang von rund zehn Milliarden Euro haben. Von den ursprünglich geplanten 17,5 Milliarden Euro werde „noch viel gestrichen“.

Herman Van Rompuy hat am späten Donnerstagabend die Solidarität der EU mit dem krisengeschüttelten Zypern bekräftigt. „Wir gehen in diesen Tagen bei der finanziellen Stabilität kein Risiko ein“, sagte der Gipfelchef in Brüssel. „Dazu packen wir schwierige Themen an wie Zypern.“

Zypern

BIP-Wachstum

in % des BIP


Mehr Details über das Rettungspaket werden am Freitag entschieden. „Das ist Sache der Finanzminister, die da Entscheidungen zu treffen haben“, sagte der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann. Die obersten Kassenhüter der 17 Euro-Länder wollten sich am Freitagnachmittag unmittelbar nach Abschluss des Gipfels in Brüssel treffen, um das Paket grundsätzlich zu vereinbaren. Vor einer endgültigen Entscheidung müssen noch nationale Parlamente entscheiden, unter anderem der Deutsche Bundestag.

Zypern

Staatsverschuldung in Relation zum BIP

von 2002 bis 2014*, in Prozent


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Zypern muss strenger gegen Geldwäsche vorgehen
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18 Kommentare zu "Brüssel: Hilfspaket der EU für Zypern nimmt Form an"

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  • sehr richtig, bin auch schon Unterstützer, ich wünsche uns viel Erfolg

  • AFD wählen - und wenn nur aus Protest. Italien macht es mit Grillo + Bunga vor. Wenn die Umfragewerte für AFD (Alternative für Deutschland) steigen, bekommt jeder unserer Volksvertreter Angst um seinen warmen (A...) Hintern. Egal von welcher Partei. A.... ist A....

  • "Zypern muss strenger gegen Geldwäsche vorgehen" = Lachnummer.

    Berlin beklagt sich doch angeblich wegen der "laschen Informationspolitik" vor dem "Schnüren des "Hilfspakets"."

    Ich schätze mal, die Forderungen Zyperns werden niedriger beziffert, um den Widerstand in der deutschen Bevölkerung gegen die Schwarzgeldrettung abzuschwächen.
    Ist ein erster Teilbetrag überwiesen, kommt es zu den bekannten Nachforderungen. Die Milliarden der ersten Zahlung dienen dann getreu der Salami-Taktik als Begründung für weitere Forderungen bzw. Folgezahlungen. Sind die ersten Milliarden geflossen, werden weitere gefordert, damit die ersten Zahlungen nicht "völlig umsonst" waren. Spätestens nach der Bundestagswahl. Bis Oktober/November müssen sich die Schwarzgeldoligarchen zur vollständigen „Rettung“ einfach noch gedulden.
    ir4Ria

  • @Proklus
    Dank Länderfinanzausgleich lebt Berlin seit Jahren über seine Verhältnisse. Warum sollte auch gespart werden, wo doch die Milliarden aus Bayern und BW sprudeln. Zum neuen Luxusgefängnis haben sich die Gründen zu Wort gemeldet. Diese bemängeln nicht etwa die horrenden Baukosten, sondern die Lage am Rande des Speckgürtels Berlins: "Für die Angehörigen und Besucher der Insassen ist die weite Anfahrt nicht zumutbar". Schön, dass wir in einem Land leben, im dem sich Politiker um Verbrecher und Banken sorgen, nicht jedoch um die arbeitende Bevölkerung und Rentner. Ich fühle mich immer mehr als Fremder in meiner Heimat.

  • Es kommt, wie es viele hier im Forum prophezeit haben:

    - zuerst wird von der deutschen Regierung versichert, daß kein deutsches Steuergeld zur Rettung russischen Schwarzgeldes verwendet wird

    - dann werden Hilfen "nur unter harten Auflagen" in Aussicht gestellt

    - dann erklären immer mehr Politiker und Notenbanker Zypern für systemrelevant

    -dann werden die Auflagen für eine Hilfe aufgeweicht bzw. fallen ganz unter den Tisch

    - dann wird die Rettung für Zyperns dringend erklärt, da angeblich der Kollaps drohe

    -dann stellt sich irgendeine korrupte EU-Hofschranze (hier zum wiederholten Mal: Herr Juncker) hin und stellt ein absurdes Ultimatum für die Hilfe

    Und zum Schluß fließt deutsches Steuergeld zum Wohle russischer Steuerhinterzieher und deren zyprischen Gehilfen; vollkommen alternativlos und unausweichlich.

    Ach Du deutscher Dumm-Michel, zahl' doch einfach weiter.

  • Dr. Leineweber war bei der Alternative für Deutschland in Oberursel. Alle Infos dazu hautnah auf fortunanetz. Auch dort wurde das schwierige Thema Zypern angesprochen. Der Eurogruppen-Chef will eben die Oligarchen retten.
    Demnächst wird die Troika wieder in Griechenland einfliegen. Da kann man nur hoffen, dass die Troika dann rechtzeitig im Flieger sitzt. Und sie hat einen Vorteil: Beim Einfliegen hat man einen schönen Überblick über das Fass ohne Boden. Hätten die Griechen rechtzeitig den Euro verlassen, stünden sie heute wesentlich besser da. Bislang hat man Griechenland 240 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Hätte man das in 480 Mrd. Drachmen umgerechnet, wäre Griechenland heute saniert und könnte die Hälfte zurück zahlen. So liegt es am Boden und alles ist weg.
    Apropos Flieger, -eine kleine Schleife über Zypern könnte nicht schaden. Man hätte dann einen noch schönerern Überblick über das, was Prof. Lucke als "pervers" bezeichnet. Ein echt versauter Rundflug durch die Gefilde der Milliarden. Griechenland und Zypern zusammen 20 Mrd. im März. Das Spiel ist abgeleitet aus 17 und 4 und heißt jetzt 17 und 3. Und das Spiel ist in jedweder Hinsicht offen. Alle Zahlen können jederzeit beliebig gefakt werden. Zumm Beispiel durch 10 + X + 3. Nach der erstenn Hilfstranche für Zypern wird dann X in Kraft treten. Die Frage ist, ob das Volk das auch will. Die Alternative für Deutschland muss her, und zwar dringend.

  • Hat man in Berlin nicht gerade schon ein Luxus-Gefängnis gebaut? Zuchthaus müsste dann aber bitte neu definiert werden!

  • @Heinz
    Das Recht hat immer zwei Seiten. Die eine ist für das Volk, die andere für die Reichen und Mächtigen.


  • Mafia rulez !!!

  • Zitat:"Juncker will schon an diesem Freitag eine fertige Lösung sehen."

    Dabei denkt der menschliche Abfall Juncker nur an das verbrecherische Bankensystem in Luxemburg. Das will er illegal durch Veruntreuung deutscher Steuergeld schadlos halten. Juncker ist ein Lügner und ein Dieb.

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