Die olympische Flamme traf unterdessen zum Fackellauf in Vietnam ein. Störungen durch antichinesische Proteste in der Hauptstadt Ho-Chi-Minh-Stadt wurden nicht erwartet. Zuvor hatten in Nordkorea Tausende Zuschauer friedlich verfolgt, wie die Fackel durch Pjöngjang getragen wurde. Am Mittwoch wurde die Flamme in Hongkong erwartet. Die Behörden dort nahmen am Dienstag zwei Tibet-Aktivisten fest, wie die Gruppe Students for Free Tibet mitteilte. Die beiden seien am Flughafen aufgegriffen worden.
Nepal schob unterdessen einen US-Bergsteiger ab, der mit einer „Free Tibet“-Flagge am Mount Everest festgenommen worden war. Gegen den Mann wurde eine zweijährige Sperre für alle bergsteigerischen Aktivitäten in Nepal verhängt, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Der Bergsteiger war in der vergangenen Woche im Basislager am Mount Everest mit der Tibet-Flagge gefunden worden. Er sei ausgewiesen worden, weil er gegen das Verbot von antichinesischen Aktivitäten verstoßen habe, erklärte das Tourismusministerium.
Nepal will Proteste gegen die chinesische Tibetpolitik beim geplanten Fackellauf am Mount Everest verhindern. Dieser findet zwar auf der chinesischen Seite des höchstens Berges der Welt statt. Die Regierung in Nepal steht aber unter chinesischem Druck und hat Soldaten auf seiner Seite stationiert. Bergsteigen ist vom 1. bis 10. Mai am Mount Everest verboten.


