Bücher zum 11. September
"9/11 hätte verhindert werden können"

Zehn Jahre nach "9/11" bleibt der Terror ein Faszinosum. Pünktlich zum traurigen Jubiläum erscheinen Dutzende von Sachbüchern, Romanen und Bildbänden. Die einen sachlich-analytisch, die anderen emotional-energisch.

DüsseldorfDu sollst die Wahrheit wissen, und die Wahrheit wird dich befreien", heißt es nicht nur im Johannes-Evangelium. Auch am Eingangsportal im Hauptquartier des US-Geheimdienstes CIA in Langley, Virginia, findet sich dieser Spruch über die "Wahrheit".

Geheimdienstler und andere Spürnasen, Journalisten und Politiker rätseln und streiten seit Jahren darüber, was wirklich geschah am 11. September 2001. Was an den Ereignissen von "Nine Eleven" ist Wahrheit, was interessengesteuerte Informationspolitik und was pure Dichtung? "Nine Eleven" ist schreckliche Wirklichkeit und gleichermaßen historischer Mythos geworden. "Die apokalyptischen Bilder aus New York und Washington haben sich tief in das kollektive Gedächtnis der Welt eingebrannt", schreibt Elmar Theveßen in seinem Buch über "Nine Eleven - Der Tag, der die Welt veränderte".

Flugzeugentführungen, Geheimdienstgeschichten und Fernsehbilder jenseits der menschlichen Vorstellungskraft: Noch zehn Jahre nach den Terroranschlägen ist das der Stoff, aus dem in Europa und Amerika "Bestseller" gestrickt werden. So sind zum zehnten Jahrestag Dutzende von Sachbüchern, Romanen und Bildbänden auf den Markt gekommen: sachlich-analytisch die einen, emotional-energisch die anderen.

Das Buch von Elmar Theveßen sticht aus der Menge heraus: Wer die 350-Seiten-Analyse des ZDF-Journalisten und Terrorismusexperten neben den Verschwörungs-Krimi mit dem Untertitel "Einsturz eines Lügengebäudes" legt, kann die Bücher auf den ersten Blick leicht verwechseln. Auf beiden Titeln prangt in dicken weißen Ziffern jenes Datum, das wir uns merken können wie sonst nur unseren eigenen Geburtstag: "9/11". Der feine Unterschied: Die Autoren Mathias Bröckers und Christian C. Walther setzen anders als Theveßen auf die europäische Datumsangabe des elften September: "11.9." Dass sie die amerikanische Version (erst der Monat, dann der Tag) auf dem Titel ignorieren, passt ins Programm: Ihr Buch ist nichts für Amerika-Freunde und solche, die es noch werden wollen.

Die beiden Autoren sehen die Vereinigten Staaten im Jahr 2011 als "entlarvtes Imperium, das untergehend die Politik mit letzten Mitteln fortsetzt: den fortwährenden Krieg". Ein Land, das sich in ihren Augen zusammensetzt aus "klimatisierten SUV-Fahrern", "Öl-Lords" und anderen Kriegstreibern, zu denen sie in erster Linie Ex-Präsident George W. Bush, Ex-Vize Richard Cheney und Ex-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zählen. Als "Dick und Don" werden sie im Nachwort verunglimpft.

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"9/11 hätte verhindert werden können"

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Lange Aufzählung von Ungereimtheiten

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