Bürgerkrieg im Jemen
Kämpfe gehen trotz Waffenruhe weiter

Eigentlich sollte nicht mehr geschossen werden, doch die Waffenruhe im Jemen ist wohl eine Farce. Am Wochenende kamen dutzende Menschen um. Indes wurden die Verhandlungen am Sonntag auf die zweite Januarhälfte vertagt.

AdenUngeachtet der Friedensgespräche in der Schweiz und einer geltenden Waffenruhe sind im Jemen am Wochenende bei Kämpfen dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben der Armee sowie Stammeskreisen zufolge starben am Samstag mindestens 28 regierungstreue Soldaten und 40 Rebellen. Auch in Saudi-Arabien gab es durch einen Angriff aus dem Jemen drei Tote. In der Schweiz wurden die Friedensgespräche fortgesetzt, es gab aber kaum Fortschritte.

Eigentlich sollten die seit Dienstag laufenden Friedensgespräche zwischen Vertretern der Konfliktparteien unter UN-Vermittlung von einer Waffenruhe begleitet werden. Praktisch täglich wurde diese aber gebrochen. Nun wurden auch am Sonntag auch die Verhandlungen, die in Bern in der Schweiz stattfanden, vorerst bis zum 14. Januar unterbrochen.

Heftige Gefechte gab es am Samstag in der Nähe der Stadt Harad im Nordwesten des Landes, die regierungstreue Kräfte am Donnerstag von den schiitischen Huthi-Rebellen zurückerobert hatten. Die in Saudi-Arabien ausgebildeten regierungstreuen Einheiten versuchten zudem, die Hafenstadt Midi unweit von Harad zu erobern und rückten auf die von den Rebellen gehaltene Hauptstadt Sanaa vor. Die Kämpfe verschärften sich auch in der nordwestlichen Provinz Dschauf.

„Die Verhandlungen sind in der Sache gescheitert, nicht aber in der Form“, hieß es am Wochenende in Bern von Seiten der Huthi-Rebellen und Kräften, die Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh nach wie vor treu sind. Der begleitende Waffenstillstand sei eine „Totgeburt“. „Es gibt kein Ergebnis“, hieß es auch aus der Regierungsdelegation. Tatsächlich schien das wichtigste Ergebnis der Verhandlungen, dass beide Seiten überhaupt an einen Tisch gebracht werden konnten.

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Kämpfe gehen trotz Waffenruhe weiter

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Friedensgespräche in unsicheren Gewässern

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