Bürgerkrieg im Jemen
Saudi-Arabien fliegt weiter Luftangriffe

Am Dienstag verkündete Saudi-Arabien, die erste Phase mit den Luftangriffen auf die Rebellen im Jemen sei abgeschlossen. Dennoch werden aus dem Land weiter Angriffe gemeldet. Hinter einem steckt offenbar eine US-Drohne.
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SanaaSaudi-Arabien und seine Partner haben trotz des selbst verkündeten Endes der fast einen Monate dauernden Luftangriffe die Huthi-Rebellen im Jemen weiter bombardiert. Nach Angaben jemenitischer Sicherheitskreise wurden Positionen der schiitischen Huthis in den Städten Tais und Aden ins Visier genommen. Insbesondere in Tais tobten heftige Straßenkämpfe. Dutzende Menschen auf beiden Seiten seien getötet worden, hieß es. Die Rebellen zeigten sich offen für eine politische Lösung des Konflikts.

Sie seien für die Wiederaufnahme des Dialogs und für jedes Bestreben unter Federführung der Vereinten Nationen, das zu einem friedlichen Kompromiss führe, teilten die Rebellen mit. Tausende wütende Anhänger der Huthis zogen am Mittwoch durch die Hauptstadt Sanaa und verurteilten die „saudisch-amerikanische Aggression“.

Auf Sanaa gab es das erste Mals seit vier Wochen keine Luftangriffe. Saudi-Arabien hatte am Dienstag das Ende der Operation „Entscheidender Sturm“ verkündet. Der Sprecher der Koalition, Brigadegeneral Ahmed Assiri, schränkte allerdings ein, die Luftangriffe würden nur zurückgefahren. Er wollte nicht bestätigen, dass sie gänzlich eingestellt würden. Iran begrüßte die Ankündigung. Nun müsse die jemenitische Krise in „politischer Zusammenarbeit“ gelöst werden, sagte die Teheraner Außenamtssprecherin Marsieh Afcham.

Aus der östlichen Provinz Hadramaut meldeten jemenitische Sicherheitskreise einen mutmaßlichen US-Drohnenangriff, der sieben Al-Kaida-Kämpfer getötet habe. Sie seien in der Provinzhauptstadt Mukalla in ihrem Auto von einem Geschoss getroffen worden. Die Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel hatte im März Mukalla erobert und sich dort mit Stammeskämpfern verbündet.

Überraschend ließen die Huthis einen Bruder des nach Saudi-Arabien geflüchteten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi sowie dessen Verteidigungsminister Mahmud al-Subaih und einen Militärkommandanten nach einem Monat frei. Beobachter deuteten dies als mögliches Zeichen dafür, dass es zwischen den Rebellen und ihren Verbündeten sowie Hadi eine - wie auch immer geartete - Einigung geben könnte.

Der international als Präsident anerkannte Hadi war Ende März vor den anrückenden Huthis aus Aden nach Saudi-Arabien geflohen. Daraufhin startete Saudi-Arabien am 26. März mit verbündeten sunnitischen Staaten die Luftangriffe, um die Huthis zu schwächen und sie an den Verhandlungstisch zu bringen.

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Saudi-Arabien will Phase der „Erneuerung der Hoffnung“

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  • Wir brauchen noch mehr solche Länder die einfach wenn sie mit der Lage in einem Land nicht zufrieden sind einfach losbomben wen sie wollen.

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