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Bürgerkrieg in Syrien: Assad-Regime begeht in Homs neue Gräueltaten

Die syrische Armee versucht mit aller Macht die Rebellenhochburg Homs einzunehmen - und geht dabei über Leichen. Die Uno ist entsetzt über die Gewalt gegen Zivilisten und ruft die Welt zu raschem Handeln auf.

Ein Bild aus einer Videoaufnahme aus Homs zeigt einen verletzten Mann. Quelle: dapd
Ein Bild aus einer Videoaufnahme aus Homs zeigt einen verletzten Mann. Quelle: dapd

Amman/GenfTrotz des wachsenden internationalen Drucks versucht die syrische Führung den Widerstand der Opposition mit aller Gewalt zu brechen. Die Armee stürmte am Mittwoch Teile der Protesthochburg Homs, die seit Tagen unter Beschuss liegt, und tötete Menschenrechtlern zufolge mindestens 67 Menschen. Regierungsgegnern berichteten von Gräueltaten an Zivilisten: Drei Familien seien von Milizionären in ihren Häusern getötet worden. Die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay rief die internationale Gemeinschaft zu einem raschen Handeln zum Schutz der Bevölkerung auf.

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Russland, einer der letzten syrischen Verbündeten, forderte die Opposition zu einem Dialog mit Präsident Baschar al-Assad auf, was diese umgehend ablehnte. Sie beharrt auf einem Rücktritt des Staatschefs.

Die Rebellenhochburg Homs lag der Opposition zufolge weiter unter Beschuss. Die Armee feuerte Raketen und Granaten ab. Zudem drang sie mit Panzern in den Stadtteil Inschaat vor. Damit näherte sie sich auch dem Bezirk Bab Amro, der Menschenrechtlern zufolge in den vergangenen Tagen am heftigsten beschossen wurde und wo mindestens 150 Menschen getötet worden sein sollen.

Der Aktivisten-Vertreter Mohammad al-Hassan sprach über ein Satellitentelefon von 47 Toten. Der in Großbritannien ansässigen syrischen Beobachtergruppe für Menschenrechte zufolge stürmten Pro-Assad-Milizionäre in der Nacht mehrere Wohnungen am Stadtrand. Dabei hätten sie drei wehrlose Familien getötet, insgesamt 20 Menschen.

Berichte aus Syrien über den seit elf Monaten anhaltenden Aufstand können nicht überprüft werden, weil die Regierung internationalen Journalisten kaum Zugang gewährt.

„Ich bin entsetzt über den gezielten Angriff der syrischen Regierung auf Homs und den Einsatz von Artillerie und anderen schweren Waffen bei anscheinend wahllosen Attacken auf Wohngebiete“, erklärte die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, in Genf. Dafür sei auch das russische und chinesische Veto gegen die UN-Resolution verantwortlich, das für die syrische Führung wie eine Blankovollmacht für ihr gewaltsames Vorgehen sei. „Die Unfähigkeit des Sicherheitsrates, sich auf starke gemeinsame Aktionen zu verständigen, scheint die Bereitschaft der syrischen Regierung verstärkt zu haben, die eigene Bevölkerung zu massakrieren, um Opposition zu zerbrechen.“

  • 09.02.2012, 09:25 UhrAnonymer Benutzer: norbert

    Die arabische Mentalität neigt zu Übertreibungen und Propaganda. Das gilt aber für beide Seiten. Und wenn Assad über "vom Ausland gesteuerte" Unruhen und "Verbrechern" redet, dann wird dort Blut vergossen, denn Assads Verwandtschaft ist nicht zimperlich.

  • 09.02.2012, 08:51 UhrZecke

    Wen interessiert das Handeln der Weltgemeinschaft vor ein paar Jahrzehnten ? 1. Keinen und 2. ist das nicht von Relevanz da die sogenannte Weltgemeinschaft und das heisst konkret der westliche Wertemasstab nur und ausschließlich Instrumentarium der Kapitaltreiber sind und dem Deckmantel der heuchlerischen Demokratie republiknischer Natur. Nochmal wir haben damit nichts, aber auch gar nichts am Hut, kostet nur Geld und vergebliche Müh.

  • 08.02.2012, 20:40 UhrAnonymer Benutzer: www.steuerembargo.co.de

    Von Russen, Chinesen und Iranern ist jedenfalls keine "fals flag operation" bekannt, im Gegensatz zu den Unzähligen den kriegslüsternen und imperialistischen USA!

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