Bürgerkrieg in Syrien: Islamisten lassen 300 Kurden frei

Bürgerkrieg in Syrien
Islamisten lassen 300 Kurden frei

Immer wieder werden im Bürgerkriegsland Syrien Unbeteiligte als Geiseln genommen: Jetzt haben Islamisten 300 Kurden entführt, die Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mit Sitz in London sprach von 200 Entführten.
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Aleppo300 im Norden Syriens verschleppte kurdische Männer sind offenbar wieder frei. Die "islamistischen Gruppen, die die Männer festhielten" hätten sie wieder auf freien Fuß gesetzt, sagte ein Sprecher der kurdischen Partei PYD der Nachrichtenagentur Reuters in einem Telefonat am Montag. Nach Angaben eines Vertreters des Bezirks Kobani hatte der Al-Kaida-Ableger Nusra-Front die 300 Kurden am Sonntagabend entführt. Es habe sich um "Männer und junge Leute" gehandelt. Frauen und Kinder hätten die Extremisten zurückgelassen.

Auch die der Opposition nahestehende Syrische Beobachterstelle für Menschenrechte teilte mit, die Kurden seien freigelassen worden. Allerdings sprach die Organisation, die ihren Sitz in Großbritannien hat, von rund 200 Entführten, die an mehreren Kontrollposten im Laufe der vergangenen zwei Tage verschleppt worden seien.

Die Nusra-Front ist der Al-Kaida-Flügel in Syrien und kämpft in dem Bürgerkriegsland gegen die Führung von Präsident Baschar al-Assad. Zudem kämpfen Nusra-Front und Kurden um Gebiete, die sie beide beanspruchen. Im Norden und anderen Teilen Syriens sowie im Nachbarland Irak ist zugleich die radikal-islamische IS-Miliz aktiv. Sie hat große Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. Kurdische Peschmerga-Kämpfer hatten Anfang des Jahres die IS-Miliz aus der Stadt Kobani nach wochenlangen heftigen Gefechten vertrieben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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