Bürgerkrieg in Syrien
Putin drängt in Telefonat mit Trump auf politische Lösung

In einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump drängt der russische Präsident Wladimir Putin auf eine politische Lösung im syrischen Bürgerkrieg. Zuvor hatte er sich mit dem syrischen Präsidenten Assad getroffen.
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Moskau/WashingtonDer russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit seinem amerikanischen Kollegen Donald Trump auf eine politische Lösung im syrischen Bürgerkrieg gedrungen. Putin habe in dem Gespräch am Dienstag betont, dass die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Syriens erhalten bleiben müssen, teilte das Präsidialamt in Moskau mit.

Es müsse eine politische Einigung erzielt werden, die auf Grundsätzen fuße, die in einem umfassenden Verhandlungsprozess in Syrien ausgearbeitet werden sollten. Nach Angaben aus dem US-Präsidialamt dauerte das Telefonat etwa eine Stunde. Es sei auch über die Ukraine, den Iran, Nordkorea und Afghanistan gesprochen worden.

Russland ist der wichtigste Unterstützer des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die USA arbeiten dagegen mit Rebellen zusammen, um gemeinsam mit einer internationalen Militärallianz die radikalislamische IS-Miliz in Syrien zu bekämpfen. Am Montag traf sich Putin nach Angaben des Präsidialamtes mit Assad in Sotschi am Schwarzen Meer.

Dabei trieb er eine politische Neuordnung in dem Bürgerkriegsland voran, nachdem der IS weitgehend zurückgedrängt wurde. Assad bekundete seine Bereitschaft zu einer politischen Lösung. Er setze zugleich auf die Unterstützung Russlands, um eine Einmischung von außen in den Friedensprozess zu unterbinden.

Am Mittwoch werden die Präsidenten der Türkei und des Iran, Recep Tayyip Erdogan und Hassan Ruhani, zu einem Treffen mit Putin in Russland erwartet. Die Türkei und der Iran unterstützen in Syrien unterschiedliche Konfliktparteien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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