Bürgerkrieg in Syrien
Russland hält nicht zwingend zu Machthaber Assad

Erst vor zwei Wochen hatte Präsident Putin den syrischen Machthaber im Kreml empfangen. Doch nun rückt Moskau überraschend von dem Verbündeten ab: Es sei nicht entscheidend, dass Baschar al-Assad an der Macht bleibe.

MoskauRussland rückt ein Stück vom syrischen Machthaber Baschar al-Assad ab. Es sei nicht entscheidend für die Regierung in Moskau, dass Assad in Syrien an der Macht bleibe, teilte das russische Außenministerium am Dienstag der Agentur RIA zufolge mit.

„Wir sagen nicht, dass Assad bleiben oder gehen soll“, sagte eine Ministeriumssprecherin. Russland ist einer der engsten Verbündeten der syrischen Regierung und unterstützt sie im Kampf gegen Aufständische mit Luftangriffen. Erst vor zwei Wochen hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Assad in Moskau empfangen.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow will sich am Mittwoch mit dem UN-Gesandten für Syrien, Staffan de Mistura, in Moskau treffen, wie die Agentur RIA berichtete. Dabei solle es um Gespräche zwischen der Regierung und der Opposition gehen. Vertreter beider Seiten könnten einem Tass-Bericht zufolge in der kommenden Woche in Moskau zusammenkommen.

Am Freitag hatten sich die USA, Russland und 15 weitere Teilnehmer, darunter die Erzrivalen Iran und Saudi-Arabien, für einen Waffenstillstand und die Bildung einer Übergangsregierung ausgesprochen. In zwei Wochen ist ein weiteres Treffen geplant. Seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 sind mehr als 250.000 Menschen gestorben. Millionen sind auf der Flucht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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