Bürgerkrieg
Menschen im Südsudan suchen Schutz vor Kämpfen

Der erste diplomatische Anlauf zu einer Lösung für Südsudan bleibt ohne Ergebnis. Am Freitag sollen internationale Gespräche in Nairobi fortgesetzt werden. Ob Regierungsgegner Machar dabei sein wird, ist ungewiss.
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JubaWegen des Konflikts im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen 120.000 Menschen im Land auf der Flucht. Etwa die Hälfte von ihnen hätten Schutz in Uno-Anwesen gesucht, hieß es am Freitag. Für die Versorgung der Menschen seien umgerechnet mindestens 120 Millionen Euro Hilfe nötig.

In dem erst vor zwei Jahren gegründeten ostafrikanischen Staat waren am 15. Dezember Kämpfe ausgebrochen. In dem Konflikt stehen sich unterschiedliche Volksgruppen gegenüber - die Dinka, denen Präsident Salva Kiir angehört, und die Nuer von Ex-Vizepräsident Riek Machar.

Erste Vermittlungsbemühungen des kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta und des äthiopischen Regierungschefs Hailemariam Desalegn waren am Donnerstag zunächst ins Leere gelaufen. Für Freitag ist ein Krisentreffen in der kenianischen Hauptstadt Nairobi geplant. Dort soll ein Friedensplan für den Südsudan ausgearbeitet werden.

Die Verhandlungen werden fortgesetzt. Bei einer für den (heutigen) Freitag in Nairobi geplante Runde mit Staatschefs der regionalen Organisation nordostafrikanischer Länder (IGAD) soll über die Ergebnisse des ersten Treffens beraten werden, wie Südsudans Außenminister Barnaba Marial Benjamin ankündigte. Es werde erwartet, dass auch Machar eine Einladung erhalte. Ob er aber auch kommt, ist jedoch ungewiss. Staatschef Kiir hingegen sei „im Prinzip“ zu einem Ende der Feindseligkeiten und zu Verhandlungen bereit, sagte Benjamin weiter.

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Es könnten gut tausend Menschen getötet worden sein

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