Bürgerkrieg
Weitere Gefechte an syrisch-türkischer Grenze

Die Gefechte an der syrisch-türkischen Grenze setzen sich fort. Bereits am Donnerstag waren fünf Menschen durch Kämpfe in einem syrischen Grenzort verletzt worden. Die Türkei fordert, dass die UN endlich handelt.
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IstanbulDie Gefechte an der syrisch-türkischen Grenze haben auch in der Nacht zum Freitag angehalten. Wie der türkische Fernsehsender NTV berichtete, schlossen die Behörden in der türkischen Grenzstadt Ceylanpinar wegen der Möglichkeit von Querschlägern am zweiten Tag in Folge die Schulen. Am Donnerstag waren laut Medienberichten fünf Menschen auf der türkischen Seite der Grenze durch die Gefechte im syrischen Grenzort Ras al-Ain verletzt worden, der unmittelbar an Ceylanpinar angrenzt.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan verschärfte unterdessen seine Kritik an den Vereinten Nationen, denen er Versagen im Syrien-Konflikt vorwirft. Bei einer internationalen Konferenz auf Bali sagte Erdogan nach türkischen Zeitungsberichten, in Syrien seien bisher 50.000 Menschen ums Leben gekommen, 111.000 seien in die Türkei geflohen, und weitere 2,5 Millionen Syrer seien zu Flüchtlingen im eigenen Land geworden. „Wo ist die UN?“, fragte er.

Wegen der derzeitigen Struktur der Weltorganisation hingen alle Entscheidungen von den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats ab, kritisierte Erdogan. Vision und Aufbau der UNO müssten erneuert werden.

 
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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