Bürgermeister getötet
Pakistan wird von erneutem Blutbad erschüttert

Ein Selbstmordattentäter hat sich im unruhigen Nordwesten Pakistans in die Luft gesprengt und dabei mindestens zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Darunter war auch der örtliche Bürgermeister, der nach Polizeiangaben Ziel des Anschlags in der Nordwestgrenzprovinz war.
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HB ISLAMABAD. Der Bürgermeister war von den Extremisten wiederholt ins Visier genommen worden, weil er eine örtliche Miliz gegen Aufständische in der nahen Khyber Stammesregion an der Grenze zu Afghanistan gegründet hatte.

Bis zu 30 weitere Menschen wurden nach Polizeiangaben bei dem Blutbad zum Teil lebensgefährlich verletzt. Der Anschlag ereignete sich bei einem Viehmarkt in der Gegend von Adezai vor den Toren der Provinzhauptstadt Peshawar.

In den vergangenen Monaten haben radikalislamische Militante das Land mit einer Welle von Anschlägen mit mehr als 300 Toten überzogen. Die Armee hat im vergangenen Monat im halbautonomen Stammesgebiet Süd-Waziristan eine Bodenoffensive begonnen. Die Region gilt als Hochburg von Taliban-Kämpfern und mit ihnen verbündeten El-Kaida- Extremisten. Nach Militärangaben sind dabei bislang über 450 Militante und 42 Soldaten ums Leben gekommen.

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