Bürgermeister-Wahl
Bloomberg vor zweiter Amtszeit in New York

Die New Yorker wählen einen neuen Bürgermeister. Nach den Umfragen war der republikanische Amtsinhaber Michael Bloomberg haushoher Favorit - und dies, obwohl bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr 75 Prozent der New Yorker demokratisch gewählt haben.

HB NEW YORK. Dies wird unter anderem damit erklärt, dass Bloomberg vor der Wahl vor vier Jahren vor allem aus taktischen Gründen von den Demokraten zu den Republikanern gewechselt war und sich in vielen wichtigen Punkten bewusst von US-Präsident George W. Bush absetzt.

So ist er ein ausgesprochener Befürworter der Homo-Ehe. Bloomberg übernahm sein Amt kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September. Die Mehrheit der acht Millionen Einwohner hält ihm nach Umfragen zugute, dass sich die Stadt seitdem wirtschaftlich wieder erholt hat. Die Kriminalität ist außerdem noch weiter gesunken, so dass New York nun eine der sichersten Städte in den USA ist.

Nach den neuesten Umfragen kann Bloomberg mit etwa 68 Prozent der Stimmen rechnen und sein demokratischer Herausforderer Fernando Ferrer mit 30 Prozent. Um seinen von Anfang an deutlichen Vorsprung noch auszubauen, führte Bloomberg den teuersten Wahlkampf der New Yorker Geschichte. Als einer der reichsten Männer der Welt konnte er das Geld dafür selbst aufbringen.

Ferrer, Nachfahre südamerikanischer Einwanderer, sieht sich als Vertreter der Unterprivilegierten, die bisher nicht vom Aufschwung der Stadt profitiert haben. In seinen Wahlkampfspots heißt es über ihn: „Er ist nicht wie Mike (Bloomberg). Eher wie du.“

Wenn Ferrer wie erwartet verliert, wäre es die vierte Niederlage der Demokraten in Folge, was in den vergangenen 100 Jahren noch nie vorgekommen ist. Nach Zeitungsberichten ging es Ferrer in den vergangenen Tagen nur noch darum, eine besonders demütigende Schlappe abzuwenden. Der demokratische Kandidat war unter anderem von Bill und Hillary Clinton unterstützt worden.

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