Bürgermeisterwahlen in Italien
Populisten erleiden eine Schlappe

Die populistische Partei um Beppe Grillo musste bei den Kommunalwahlen in Italien eine Schlappe erleiden. Selbst in Grillos Heimatstadt Genua blieb der erwartete Erfolg aus: Die Partei scheiterte selbst an der Stichwahl.
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RomBei den Kommunalwahlen in Italien hat die populistische Fünf-Sterne-Bewegung des Ex-Komikers Beppe Grillo einen Rückschlag hinnehmen müssen. In Genua und Palermo kamen ihre Kandidaten am Sonntag nicht einmal in die Stichwahl, wie staatliche und private Fernsehsender berichteten. Die Grillo-Truppe war in 225 von 1000 Kommunen angetreten und hatte vor allem im Süden auf Erfolge gehofft. Die Wahlen galten als Stimmungstest für Parlamentswahlen, die spätestens im Frühjahr kommenden Jahres stattfinden müssen.

Grillo hatte nicht zuletzt in seiner Heimatstadt Genua auf einen Erfolg gehofft, nachdem seine Fünf-Sterne-Bewegung im vergangenen Jahr die Bürgermeisterposten in Rom und Turin erobert hatte. Doch in Genua machen die Kandidaten der etablierten Parteien am 25. Juni den Bürgermeisterposten unter sich aus.

In Palermo auf Sizilien qualifizierte sich Amtsinhaber Leoluca Orlando für die Stichwahl. Der einstige Anti-Mafia-Kämpfer will zum fünften Mal Bürgermeister werden und tritt in zwei Wochen gegen einen Kandidaten des rechten Lagers an. Die Fünf-Sterne-Bwegung schied aus. Die genauen Ergebnisse sollten im Laufe des Montags vorgelegt werden.

Mindestens eine Stadt bekam am Sonntag keinen neuen Bürgermeister. In San Luca, der inoffiziellen Hauptstadt der Verbrecherorganisation 'Ndrangheta in Kalabrien, ließ sich kein Kandidat aufstellen. Der Ort mit seinen 3900 Bewohnern wird weiter von Beamten im Auftrag des Innenministeriums verwaltet.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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