Bürgerrechtsgruppe ACLU hat E-Mails veröffentlicht
Bush genehmigte angeblich harte Verhörmethoden im Irak

US-Präsident George W. Bush hat einer E-Mail eines FBI-Mitarbeiters zufolge die Verwendung von bestimmten harten Verhörmethoden im Irak autorisiert.

HB WASHINGTON. In der am Montag veröffentlichten E-Mail vom 22. Mai 2004 an ranghohe FBI-Mitarbeiter nimmt ein Beamter der Bundespolizei im Irak wiederholt Bezug auf eine entsprechende von Bush unterzeichnete Anweisung. Die E-Mail gehört zu einer Reihe von Mitteilungen, die auf Anfrage der Bürgerrechtsgruppe ACLU unter dem US-Informationsfreiheitsgesetz in zensierter Form öffentlich gemacht werden mussten. Das US-Präsidialamt erklärte, es erwarte eine vollständige Aufklärung der Misshandlungsfälle in Gefängnissen im Irak und auf dem US-Stützpunkt Guantanamo-Bay.

Der Autor der E-Mail wurde vor der Veröffentlichung herausredigiert. Im Text werden als von Bush autorisierte Verhörmethoden unter anderem der Einsatz von Militärhunden, Schlaf- und Sinnesentzug sowie der Zwang genannt, längere Zeit anstrengende Körperhaltungen einzunehmen. Seit der Ankunft im Irak habe der FBI seine Mitarbeiter trotz dieser Erlaubnis angewiesen, nur die Verhörmethoden anzuwenden, die auch in den USA zulässig seien.

In Regierungskreisen hieß es hingegen, allein das Verteidigungsministerium lege die Verhörmethoden im Irak fest. „Der FBI-Agent hat sich bezüglich der Existenz einer Exekutiv- Anweisung zu Verhörtechniken geirrt. Es gibt keine derartige Exekutiv-Anweisung, noch hat es jemals eine gegeben.“

Seite 1:

Bush genehmigte angeblich harte Verhörmethoden im Irak

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%