Bundesaußenminister in Finnland
Fischer: Kein Bundeswehreinsatz ohne Uno-Mandat

Bundesaußenminister Joschka Fischer hat am Sonntag in Helsinki den Einsatz deutscher Truppen im Irak ohne ein neues UNnoMandat ausgeschlossen.

HB/dpa HELSINKI. Nach einem Gespräch mit seinem finnischen Kollegen Erkki Tuomioja sagte Fischer, Deutschland habe jede Beteiligung an dem Krieg im Irak von Beginn an abgelehnt. Da die von den USA geführte Koalition großen Wert auf Beibehaltung der Kontrolle über die Sicherheit im Irak lege und alle vier Uno- Resolutionen seit Kriegsende auf dieser Basis beschlossen worden seien, stelle sich die Frage des Einsatzes deutscher Soldaten nicht. „Ich kenne auch keine Anfrage an uns“, erklärte Fischer weiter.

Sein Gastgeber Tuomioja meinte, in der Frage eines internationalen Militäreinsatzes seien die Regierungen Finnlands und Deutschlands völlig einig. Beide Politiker hatten vor ihrer politischen Begegnung mit mehreren tausend Finnen bei zunächst strömendem Regen den 10-km- Lauf „Rund um Töölönölahti“ absolviert und danach bei einem Saunagang ihre Beratungen aufgenommen.

Dabei seien die unterschiedlichen Auffassungen in Helsinki und Berlin über das Verfahren zur Verabschiedung der geplanten EU- Verfassung „in sehr konstruktiver Weise“ zur Sprache gekommen, erklärten beide Minister. Finnland plädiert im Gegensatz zu Deutschland für die Neubehandlung einzelner Punkte aus dem vom EU- Konvent vorgelegten Entwurf. Am Montag will Fischer in Helsinki auch mit dem neuen Ministerpräsidenten Matti Vanhanen und Staatspräsidentin Tarja Halonen sprechen.

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