Bundesbank-Präsident
Euro-Krise ist „in der Reha“

Die Finanzkrise in der Euro-Zone ist noch nicht überstanden. Bundesbank-Präsident Weidmann hat davor gewarnt, mit den Reformen nachzulassen. Vor allem Griechenland sei noch lange nicht über dem Berg.
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BerlinBundesbank-Präsident Jens Weidmann hat davor gewarnt, dass die Finanzkrise wieder aufflammt, wenn die Euroländer den Reformkurs verlassen. Der Euro sei in der „Reha“, sagte Weidmann der „Bild“-Zeitung in der Samstagsausgabe. Dort brauche es Ausdauer und einen starken Willen, andernfalls bestehe Rückfallgefahr. „Momentan haben sich die Finanzmärkte zwar beruhigt. Aber das kann eine trügerische Sicherheit sein“, so Weidmann. „Die Krise kann wieder auflodern. Jeder muss sich seiner Verantwortung für eine stabile Basis im eigenen Land und im gesamten Euro-Raum bewusst sein.“

Einen Schuldenschnitt für Griechenland lehnte er ab. „Ein Schuldenschnitt ist keine Lösung für die grundliegenden Probleme des Landes.“ Vielmehr müsse Griechenland den schwierigen Reformkurs fortsetzen und zu Ende bringen.

„Das Land muss die hausgemachten Wettbewerbsprobleme korrigieren, produktiver werden und den Staatshaushalt weiter konsolidieren“, sagte Weidmann. „Hilfe von außen kann nur Zeit kaufen, aber die unerlässlichen Reformen im Land selbst nicht ersetzen.“

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der "Bild"-Zeitung lehnen 70 Prozent der Deutschen weitere Milliarden-Hilfen für Griechenland ab. Nur 16 Prozent waren dafür, das Land mit zusätzlichen Milliarden in der Euro-Zone zu halten, 14 Prozent zeigten sich unentschlossen.Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 20. und 23. Dezember 1105 Bürgerinnen und Bürger befragt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bundesbank-Präsident: Euro-Krise ist „in der Reha“"

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  • Aha, der Euro ist in der Reha. Aber manche Patienten verlassen nie die Reha, außer man trägt sie mit den Füßen zuerst heraus.
    Italien hat durch allerlei Finanztricks, wie z.B. Auflaufen lassen der TARGET 2 Schulden den vorläufigen Bankrott vermieden, aber an der Situation hat sich doch nix geändert. Absolut nix, Nix ist ist nicht ganz richtig - der deutsche Kleinsparer hat bezahlt ohne Ende.

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