Bundesbankchef
Spardisziplin von Frankreich gefordert

Der Chef der deutschen Bundesbank Jens Weidmann fordert von Frankreich mehr Spardisziplin und mahnte insbesondere die hohen öffentlichen Ausgaben an. Die Entwicklung des Landes könnte für EU und Euro entscheidend sein.
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ParisBundesbankchef Jens Weidmann hat Frankreich zu Spardisziplin gemahnt. Das Land müsse das „sehr hohe Niveau seiner öffentlichen Ausgaben“ verringern, sagte das EZB-Ratsmitglied der Zeitung „Le Monde“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Frankreich solle als zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone seiner Vorbildfunktion gerecht werden. „Das gilt besonders in Haushaltsfragen“, betonte Weidmann. Deutschlands westlicher Nachbar sei aber trotz seiner fiskalischen Probleme und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit „nicht der kranke Mann Europas“.

Frankreichs Wirtschaft dümpelt derzeit vor sich hin. Für die am Donnerstag anstehenden Zahlen zum zweiten Quartal prognostizieren Experten eine mageres Plus von 0,1 Prozent nach einer Stagnation zu Jahresbeginn. Damit dürften sich die Wachstumserwartungen der Regierung für das Gesamtjahr als zu optimistisch erweisen. Somit könnte auch das Ziel in Gefahr geraten, das Haushaltsdefizit dieses Jahr auf 3,8 und nächstes Jahr auf 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken.

Diese Entwicklung gilt als besonders heikel, da das Land von der EU bereits mehr Zeit zum Erreichen des Maastricht-Kriteriums erhalten hat als ursprünglich vorgesehen. Mit den veranschlagten 3,0 Prozent im kommenden Jahr strebt Frankreich nun eine Punktlandung an. Deutschland hingegen plant für dieses Jahr mit einem ausgeglichenen Haushalt. Dennoch darf sich die größte Volkswirtschaft der Euro-Zone laut Weidmann nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Es müsse mehr getan werden, um das Wachstum zu stützen. Die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal stehen am Donnerstag zur Veröffentlichung an. Experten rechnen mit einer Stagnation.

Weidmann widersprach zugleich dem französischen Präsidenten Francois Hollande, der ein "Deflationsrisiko" in der Euro-Zone sieht und die Europäische Zentralbank (EZB) aufgefordert hat, mehr Liquidität in die Wirtschaft zu pumpen. Auf breiter Front fallende Preise gelten als Gift für eine Volkswirtschaft, da sie Konsum und Investitionen lähmen können. Der Bundesbankchef betonte, die Lage im Währungsraum entspreche nicht dem Szenario einer deflationären Abwärtsspirale. Auch seien Rufe nach einer Schwächung des Euro zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes unangebracht. "Ein starkes Europa und ein starker Euro gehen Hand in Hand", sagte Weidmann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was macht Herr Weidmann tatsächlich?

    Er legt schlicht den Finger in offene Wunden. Mehr darf er nicht mehr und er wäre heilfroh, wenn man ihn "erlösen" würde. Chancen, dass er gehört wird oder er etwas verändern würde, hat er nicht.

    Das, was sich da Europa oder EU nennt, ist eher ein Hühnerhaufen als eine Interessengemeinschaft.

    Das, was da abgeht, führt zwangsläufig in die Auflösung des Euros und der EU. Eine AfD hätte es nicht bedurft. Vielleicht wäre es ohne die AfD noch viel schneller gegangen.

  • Frau Steer, da haben sie aber etwas falsch verstanden.
    Wir haben jetzt einen gemeinsamen Euro. Da sind wir bestimmt noch einer Meinung. Frankreich gönnt sich schon nahezu in allen Euro-Jahren deutlich mehr Ausgaben als sie Einnahmen generieren können. Das ist nichts neues, früher haben sie einfach alle paar Jahre einmal den Franc abgewertet, dann ging das wieder ein Weilchen, da der Nullpunkt im Wert noch nicht erreicht war. Nun möchten sie das gleiche Spielchen mit dem Euro weiterspielen. Irgendwann wird das auch nicht mehr genügen, dann werden sie nach Rettungsschirmen und einer gemeinsamen Schuldenhaftung schreien. Derzeit möchten sie schon die Arbeitslosen gemeinschaftlich bezahlen lassen, da sie ihre Arbeitslosen schon gar nicht mehr mit noch mehr Schulden bezahlen könne und wollen.
    Dafür brauchen sie Deutschland, nur dafür sind wir gut. Nur zum Zahlen. Ansonsten sollen wir gefälligst die Klappe halten.
    Danke, dann lasse ich mich lieber beschimpfen als diesem Treiben unwidersprochen zuzuschauen.

  • Ist schon mal jemandem aufgefallen, dass Deutschlad nur noch fordert, verlangt, befiehlt usw?
    Wir brauchen uns nicht wundern, dass wir immer unbeleibter werden und die deutsche Kanzlerin sogar als Hitler abgebildet wird
    Alle Ländr sollen es gfälligst so machen, wie Deutschland befiehtl.
    Es gibt ein altes Sprichwort "Hochmut kommt vor den Fall"

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