Bundeskanzlerin Merkel zu Besuch in der Türkei
„Wunderschöne Reise“ ohne Fortschritte

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan haben ein Zeichen für einen verstärkten Dialog zwischen den Kulturen gesetzt. Das heikle Thema des EU-Beitritts der Türkeit berührten die beiden Staatschefs dagegen nur sehr vorsichtig.

HB ISTANBUL. Zum Abschluss des zweitägigen Türkeibesuchs Merkels trafen sie sich am Freitagnachmittag mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften in Istanbul. Die Kanzlerin sagte, solche Treffen sollten zur Normalität werden. „Ich glaube, dass wir dann als Politiker ein Zeichen setzen können, dass Menschen verschiedener Religionen miteinander sehr viel mehr Kontakt haben müssen, um in einer globalen Welt eine friedliche Welt zu gestalten.“

An dem Treffen nahmen Vertreter der islamischen, christlich-orthodoxen, jüdischen und armenisch-apostolischen Religionsgemeinschaften teil. Merkel sagte, das Treffen sei für sie besonders wichtig gewesen. Gemeinsam mit Erdogan habe sie den Religionen ihren Respekt zollen wollen. Sie plane eine ähnliche Veranstaltung in Deutschland.

„Wir waren uns einig, das Gewalt im Namen von Religionen niemals verursacht werden darf“, sagte Merkel. Bei dem Gespräch seien auch die Bedingungen der Religionsausübungen in der Türkei thematisiert worden. Man sei sich einig gewesen, „dass da, wo Probleme auftreten, diese Probleme auch angepackt werden müssen“. Vor dem Gespräch hatte sie sich alleine mit dem Patriarchen Bartholomäus I. getroffen, dem geistlichen Oberhaupt der christlichen Orthodoxie.

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