Bundesregierung
Obamas Sicherheitsteam findet Zustimmung

In Berlin ist die Ernennung des Sicherheitsteams des künftigen US-Präsidenten Barack Obama auf ein positives Echo gestoßen.

HB BERLIN. Die Zusammensetzung zeige, dass Amerika wieder eine Führungsrolle spielen wolle, sagte der Regierungskoordinator für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, Karsten Voigt (SPD), am Dienstag im RBB. Im Blick auf mögliche zusätzliche militärische Anforderungen an Deutschland in Afghanistan forderte Voigt die Bundesregierung zu einer selbstbewussten Haltung auf. Als drittgrößter Truppensteller in Afghanistan brauche sich Deutschland nicht zu verstecken: "Wir sollten nicht über jedes Stöckchen springen, das in der öffentlichen Debatte in den USA, aber auch bei uns, uns entgegen gehalten wird."

Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich nannte es eine "gute Nachricht", dass Hillary Clinton bei ihrer Ernennung zur neuen Außenministerin angekündigt habe, alle diplomatischen und zivilen Instrumente zur Konfliktlösung nutzen zu wollen. "Nach den verheerenden Fehlentscheidungen der Bush-Administration und des Kongresses ist es dringend notwendig, dass die neuen Entscheidungsträger der Diplomatie wieder eine Chance geben", sagte Mützenich der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dabei könne Europa ein Partner sein. Es müsse aber auch gegenüber Washington die eigenen Bedingungen klarmachen. Nach Überzeugung des SPD-Politikers wird die künftige US-Außenpolitik die persönliche Handschrift Obamas tragen.

Neben Hillary Clinton als Außenministerin hatte der künftige Präsident Ex-NATO-Oberbefehlshaber Jim Jones als Sicherheitsberater nominiert. Der bisherige Verteidigungsminister Robert Gates soll vorerst im Amt bleiben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%