Bundesregierung: Schewardnadse willkommen
Unklarheit über Schewardnadses Aufenthaltsort nach Rücktritt

Der frühere georgische Präsident Schewardnadse hat wenige Stunden nach seinem Rücktritt das Land verlassen. Wohin er sich zurückziehen will, ist noch unklar.

HB Berlin. Der frühere georgische Präsident Schewardnadse hat nach Medienangaben wenige Stunden nach seinem Rücktritt das Land verlassen. Oppositionspolitiker sagten dagegen, er sei noch im Land. Sie sicherten ihm Unversehrtheit zu.

Nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RIA-Nowosti hat der frühere georgische Präsident Eduard Schewardnadse Georgien am Sonntagabend verlassen. Er sei mit der Präsidentenmaschine vom Flughafen der Hauptstadt Tiflis aus losgeflogen. Das Ziel sei bislang unbekannt. Zuvor hatte die Bundesregierung Schewardnadse angeboten, er könne nach Deutschland kommen. Dies sei man ihm wegen seiner Verdienste um die deutsche Einheit schuldig. Auch hatte es in den letzten Tagen Gerüchte gegeben, Schewardnadse habe eine Villa in Baden-Baden gekauft.

Oppositionsführung Michail Saakaschwili sagte entgegen der Agenturmeldungen, Schewardnadse sei noch im Land. Er sicherte ihm persönliche Unversehrtheit zu. Schewardnadse hatte auf die Frage, wohin er gehen wolle, geantwortet: «Nach Hause». Dies wurde von manchen so interpretiert, dass er im Land bleiben wolle.

Schewardnadse hatte sich am Sonntagabend dem Druck der Massendemonstrationen gebeugt und war zurückgetreten. Die Demonstranten hatten am Samstag das Parlament gestürmt und eine Übergangspräsidentin eingesetzt.

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