Bundeswehr-Einsatz
Widersprüchliche Aussagen zu Schüssen vor Libanon

Über die Zwischenfälle zwischen deutschen und israelischen Streitkräften vor der libanesischen Küste gibt es nun auch innerhalb der Bundesregierung widersprüchliche Darstellungen.

HB BERLIN. „Nach meinen Informationen ist nicht geschossen worden“, sagte Kanzleramtsminister Thomas de Maiziere am Montagabend im Sender Phoenix. Das deutsche Verteidigungsministerium hatte zuvor erklärt, es halte an seiner Darstellung fest, wonach israelische Kampfflugzeuge beim Überfliegen des deutschen Aufklärungsschiffes „Alster“ am Dienstag zwei ungezielte Schüsse abgegeben hatten.

Nach mittlerweile drei Zwischenfällen zwischen israelischen und deutschen Streitkräften vor der libanesischen Küste hatte Israels Ministerpräsident Ehud Olmert am Sonntag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert und ihr zugesichert, derartige Vorfälle würden sich nicht mehr wiederholen.

Das Flottendienstboot „Alster“ war nach Angaben der Bundeswehr von sechs israelischen Kampfjets des Typs F-16 in niedriger Höhe überflogen worden. Die israelischen Jets hätten dabei Täuschkörper ausgestoßen und zwei ungezielte Schüsse abgefeuert.

Das deutsche Aufklärungsschiff untersteht nicht dem UN-Verband Unifil, stellt seine Erkenntnisse dem Verband aber zur Verfügung. Es kann einen Umkreis von mehreren hundert Kilometern überwachen und mit seinen Sensoren in diesem Gebiet Radar-, Laser- und Infrarotsignale wahrnehmen. Zu dem UN-Marineverband unter deutscher Führung gehören mehr als 20 Schiffe aus sieben Nationen. Ihre Aufgabe ist es, den Waffenschmuggel an die radikal-islamische Hisbollah zu unterbinden.

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