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Buschehr: Iranischer Atomreaktor macht Probleme

Der iranische Atomreaktor Buschehr sollte eigentlich schon im Dezember 2010 ans Netz gehen, nun wird es frühestens Anfang 2012. Und die Sorgen der Aufseher über eine militärische Nutzung der Kernenergie wachsen weiter.

Der Atomreaktor in Buschehr. Quelle: dpa
Der Atomreaktor in Buschehr. Quelle: dpa

Teheran/WienDie Inbetriebnahme der iranischen Atomanlage Buschehr verzögert sich weiter. Das mit russischer Hilfe erbaute Akw werde frühestens Anfang kommenden Jahres mit voller Leistung ans Netz gehen, zitierte die Webseite des Staatsfernsehens Mohammed Ahmadian von der iranischen Atomenergie-Behörde am Montag. Die Sicherheit sei wichtiger als der Zeitplan, sagte Ahmadian, der in der Behörde für Atomkraftwerke zuständig ist. Dabei bezog er sich auf die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima am 11. März.

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Ursprünglich sollte Buschehr im Süden des Irans bereits im Dezember 2010 an Netz gehen. Aber erst im September diesen Jahres wurde Buschehr hochgefahren und erzeugte zunächst 60 Megawatt. Laut Fahrplan sollte das Akw Mitte September 400 Megawatt erreichen und Ende November die Höchstleistung von 1000 Megawatt liefern. Ahmadian sagte am Montag, dass der Reaktor zuvor jedoch für mehrere Wochen wieder abgeschaltet werden müsse, um ihn herunterzukühlen und anschließend eine Generalinspektion zu ermöglichen.

Mit dem Bau der Anlage hatte 1975 der deutsche Siemens-Konzern begonnen. Das Projekt wurde jedoch durch die Islamische Revolution 1979 und den Krieg zwischen dem Iran und dem Irak (1980 bis 1988) gestoppt. 1995 übernahm Russland die Arbeiten an der Anlage. In den Folgejahren kam es immer wieder zu Verzögerungen bei der Fertigstellung. Gründe waren technische, finanzielle und politische Schwierigkeiten. Das Projekt in Buschehr wird vom Westen argwöhnisch verfolgt. Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, heimlich nach Atomwaffen zu streben. Teheran betont den zivilen Nutzen seines Atomprogramms.

Die Internationale Atomenergiebehörde macht sich jedoch immer größere Sorgen über eine militärische Dimension des iranischen Atomprogramms. Er habe vor, in naher Zukunft detaillierter die Gründe für diese Sorge darzulegen, kündigte IAEA-Chef Yukiya Amano am Montag in Wien an. In seinem letzten Iran-Report hatte sich der japanische Atom-Aufseher erneut besorgt gezeigt, dass Teheran im Geheimen an Nuklearwaffen arbeitet. „Wir bekommen neue Informationen dazu“, sagte Amano am Montag. Die Regierung in Teheran bestreitet jegliche Atomwaffenpläne, arbeitet aber nicht ausreichend mit den Atominspektoren in Wien zusammen.

  • 12.09.2011, 23:46 UhrAnonymer Benutzer: Anonyme

    Und ...die die eine Atombombe haben dürfen "Völkerrechtliche - Kriege" weltweit führen... und werden vor Gericht nicht gestellt...

  • 12.09.2011, 23:03 UhrAnonymer Benutzer: MeryemAzimi

    Es ist wirklich an der Zeit, dass Amano die Gründe für seine Bedenken auf den Tisch legt, denn Iran erfüllt sehr wohl alle seine Verpflichtungen - nur dass immer dann, wenn alle Fragen geklärt sind, neue Probleme konstruiert werden, wie z.B. in 2007, als der Arbeitsplan um strittige Fragen abgearbeitet war und danach prompt ein laptop "auftauchte" auf dem andere Informationen zu finden waren. Ich finde die Iraner sehr langmütig und hätte es gut verstanden, wenn sie alle Zusammenarbeit hingeschmissen hätten.Es gibt einen russischen Vorschlag für ein schrittweises und vertrauensbildendes Vorgehen, warum werden solche Ideen nicht umgesetzt:http://irananders.de/home/news/article/irans-atomprogramm-die-entwicklungen-des-russischen-vorschlags.html
    Außerdem möchte ich daran erinnern, dass Iran das im Westen viel kritisierte System der "Statthalterschaft der Rechtsgelehrten" hat, dass dazu führt dass alle Entscheidungen letztlich vom Staatsoberhaupt, jetzt Ayatollah Chamenei, abgesegnet werden müssen. Dieser hat aber Atomwaffen, sei es Herstellung, Lagerung oder Einsatz mehrfach per "Fatwa" für verboten erklärt. Darüber können wir froh sein, denn das iranische Volk ist inzwischen durchaus anderer Meinung.

  • 12.09.2011, 20:42 UhrAnonymer Benutzer: Pendler

    der IRAN hat seit 300 Jahfren KEINEN Krieg mehr angefangen und ist genau so mega friedlich, wie Schweden. Außerdem weiß der IRAN, wie man im Frieden mit seinen Nachbarn lebt.

    *ggggg* gibt da ein Land in der iranischen Nähe, was hinsichtlich Friedfertigkeit noch viel lernen kann.

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