Bush arbeitet an neuer Strategie
Fünf US-Soldaten im Irak getötet

Die US-Truppen im Irak haben am letzten Tag des Besuchs von US-Verteidigungsminister Robert Gates den Tod weiterer fünf Soldaten gemeldet. Derweil arbeitet US-Präsident George W. Bush an einer neuen Irak-Strategie. Westeuropäer und Amerikaner sind mit überwältigender Mehrheit für einen Rückzug aus dem Irak.

HB BAGDAD. Vier US-Soldaten seien während eines Einsatzes in der westirakischen Unruheprovinz Anbar umgekommen, teilte die Armee am Freitag mit. Anbar gilt als Hochburg des sunnitischen Aufstands gegen die US-Truppen und die irakische Regierung. Den Angaben zufolge starben die Soldaten bereits am Donnerstag. Ein weiterer Soldat sei am Freitag getötet worden, als seine Patrouille westlich von Bagdad unter Beschuss geriet. Seit Beginn des Krieges im März 2003 sind fast 3000 US-Soldaten und mehr als 50 000 Iraker ums Leben gekommen.

Zum Abschluss seines Irak-Besuchs kündigte Gates neue Initiativen an, um die Gewalt in der irakischen Hauptstadt in den Griff zu bekommen. „Ein Erfolg ist eindeutig nur durch ein gemeinsames Vorgehen zu erreichen, bei dem die Iraker die Führung übernehmen“, sagte er, ohne Einzelheiten zu nennen. Es gebe aber bereits konkrete Pläne, gegen die Milizen vorzugehen, die für den Aufstand verantwortlich gemacht werden, sagte Gates, der am Montag Donald Rumsfeld als Verteidigungsminister abgelöst hatte. In den kommenden Tagen werde der Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, General George Casey, gemeinsam mit den Irakern die Details ausarbeiten.

Gates kündigte an, noch am Wochenende mit US-Präsident George W. Bush über die Ergebnisse seines Irak-Besuchs zu sprechen. Bush will im Januar eine neue Irak-Strategie vorlegen. Gates zufolge soll künftig in jedem Fall die von Schiiten geführte irakische Regierung die Führungsrolle im Kampf gegen die Gewalt zwischen den Religionsgruppen in dem Golfstaat übernehmen.

Die Republikanische Partei von Bush hat die US-Kongresswahlen unter anderem wegen der Kritik in der Bevölkerung an dem Krieg in dem Golfstaat verloren. Am Dienstag räumte die US-Regierung ein, dass die Gewalt im Irak noch nie so schlimm gewesen sei wie in den vergangenen drei Monaten. Seit Beginn des Krieges im März 2003 sind etwa 3000 US-Soldaten und mehr als 50 000 Iraker getötet worden.

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