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14.05.2008 
Nahost

Bush beschwört Allianz mit Israel

US-Präsident George W. Bush hat zum Auftakt seiner Nahost-Reise eine dauerhafte Allianz mit Israel gegen Terror und Tyrannei beschworen. Im Westjordanland kam es unterdessen zu Zusammenstößen hunderter Palästinenser mit israelischen Soldaten.

Israels Präsident Schimon Peres (l.) empfängt US-Präsident George W. Bush. Foto: apLupe

Israels Präsident Schimon Peres (l.) empfängt US-Präsident George W. Bush. Foto: ap

HB TEL AVIV/GAZA. „Das Heilige Land ist ein ganz besonderer Ort, und wir betrachten die Israelis als unsere engen Freunde“, sagte Bush am Mittwoch in Tel Aviv.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert würdigte Bush als den engsten Freund und Verbündeten. Präsident Schimon Peres sagte, Bush habe gegenüber Israel eine „biblische Haltung“ und eine herzliche Freundschaft demonstriert, wie sie heutzutage selten seien.

Der US-Präsident war zuvor zum Auftakt seiner Nahostreise, die ihn noch nach Saudi-Arabien und Ägypten führt, in Israel eingetroffen.

Bei einem anschließenden Gespräch mit Peres sagte Bush, Israel sei eine wahre Demokratie, die sich gegen die Kräfte des Terrors behaupten konnte. „Was hier geklappt hat, ist überall möglich“, sagte Bush.

Am Abend wollte der Präsident auf einer internationalen Konferenz zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels eine Rede halten. Am Donnerstag wird Bush dann vor dem israelischen Parlament, der Knesset, sprechen. Bush wird danach nach Saudi-Arabien und Ägypten weiterfliegen, wo er am Wochenende auch Gespräche mit der Palästinenserführung führen will.

Der US-Präsident will nach eigenen Worten den Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern neue Impulse geben, damit sie bis zum Jahresende – und damit vor Ende seiner zweiten und letzten Amtszeit Mitte Januar 2009 – abgeschlossen werden können.

Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hatte zuvor auf der internationalen Konferenz am Dienstagabend in Jerusalem von Fortschritten bei den Gesprächen mit den Palästinensern berichtet. In einigen, aber nicht allen wichtigen Fragen, habe es eine Verständigung und Punkte der Übereinstimmung gegeben, sagte Olmert.

Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat sagte dagegen, es gebe weiterhin große Differenzen. Erekat beschrieb die Verhandlungen aber als ernsthaft und tiefgehend.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Zusammenstöße im Westjordanland

Der Besuch von Bush ist von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Mehr als 14 000 Polizisten und Sicherheitskräfte sind nach offiziellen Angaben im Einsatz. In Jerusalem wurden ganze Straßenzüge gesperrt.

Die Bush-Visite wird von Demonstrationen in den Palästinensergebieten anlässlich des 60. Jahrestages der „Nakba“ (Katastrophe) überschattet. So nennen die Palästinenser die Gründung Israels wegen der Flucht und Vertreibung.

US-Sicherheitsberater Stephen Hadley sagte während des Fluges nach Tel Aviv, dass die Gründung Israels ein großartiges Ereignis sei, die USA aber auch die daraus resultierenden Härten für viele Palästinenser anerkennen.

An mehreren Straßensperren im Westjordanland kam es zu Zusammenstößen hunderter Palästinenser mit israelischen Soldaten.

Auf einer Konferenz im Gazastreifen bekräftige der Hamas-Führer Mahmud Sahar, dass seine Organisation Israel nie anerkennen werde. „Israel wird eines Tages verschwinden, und die Palästinenser werden bleiben, um all das besetzte Land zu befreien“, sagte Sahar.

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